In den letzten Tagen habe ich mich ab und zu mal gefragt, ob ich dieses Blog weiter "betreiben" soll. Einfach, weil ich außer Arbeit kaum noch was erlebe - und was dort gerade abgeht, gehört hier nicht im Detail rein. Aber ich habe mich entschlossen, zumindest die nahende Mexiko-Guatemala-Belize-Reise noch zu nutzen, um hier Angebereien und fotogestützte Ääätsches abzuladen.
Vorher noch etwas Kultur: Gestern war Vorpremiere von Fatih Akins neuem Film "Soul Kitchen" hier in Frankfurt. Ich war mit 5 (Ex-)Volontären da. Fazit zu Fatih: Bisschen überdreht, der Film. Bisschen zu viel Komik um der Komik willen. Aber insgesamt ok. Er war hinterher auch selbst im Kinosaal und hat ein paar Zuschauerfragen beantwortet. Da gab's Bonuspunkte für totale Nicht-Abgehobenheit.
Er hat den Film gedreht, "weil ich Hamburg noch einen Film schulde". Deshalb gibt's viel Musik, gutes Essen, viel Party, viele durchgedrehte Typen und ein bisschen Hamburger Slang. Aber "Absolute Giganten" ist immer noch der bessere Film über Hamburg:
Samstag, 19. Dezember 2009
Filme über Hamburg
Eingestellt von Patrick @ 15:42 0 Kommentare
Sonntag, 29. November 2009
So ein Theater
... hab ich noch nier erlebt. Ausnahmsweise geht's hier aber mal um richtiges Theater, mit Bühne, hustendem Publikum und echten Schauspielern. Am Samstag in Bonn war die deutsche Uraufführung von "That Face", und ich hatte den Klappentext vollkommen anders interpretiert. Jedenfalls hatte ich nicht erwartet, knapp zwei Stunden lang mit Gewalt, Inzest, Drogen, Sex, Urin und Verzweiflung konfrontiert zu werden. Es war großartig.
Im Nachhinein muss ich sagen, es war das beste, was ich je im Theater gesehen habe. Allerdings fällt mit zum Vergleich nur wenig ein: Das miese Bauerntheater vom Juli, die lange Theaternacht in Köln 2007 oder 2008, wobei von den vier Vorstellungen, die wir dort gesehen haben, eine nur Improtheater und eine Pornokaraoke waren, und ... bestimmt war ich während des Studiums mal irgendwann irgendwo im Theater. Oder war's die Schulzeit?
So jedenfalls sah es am Samstag aus:
Eingestellt von Patrick @ 22:14 0 Kommentare
Donnerstag, 19. November 2009
Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach
Wir sitzen hier offiziell in einem der modernsten Newsrooms Europas Deutschlands Hessens Südwestfrankfurts - und alles ist voller fetter Fliegen.
Es begann, als neulich jemand ein Glas Sekt über Nacht offen stehen ließ. Erst lagen 3 tote Fliegen drin, dann irgendwann 20. Wegräumen mochte das lange niemand. Jetzt schwirrt und brummt es hier ohne Ende.
Gut, könnte man einwerfen, wenn ihr noch so viel Sekt zu saufen habt, dass er nicht alle wird, dann kann es euch so schlecht nicht gehen. Aber hier wird in letzter Zeit nur noch Abschiedssekt getrunken, weil so viele Mitarbeiter kündigen. Das führt dazu, dass ich reflexartig jeden verabschiede, der Kuchen für die Kollegen mitbringt. Immerhin, diese Woche bekam ich als Antwort: "Du, ich hab nur Geburtstag."
Trotzdem nur ein halbes Fettnäpfchen, denn auch diese Kollegin hat ihre Kündigung schon unterschrieben. Und weil hier in dieser und in anderer Hinsicht gerade ziemlich der Punk abgeht, dauert es momentan immer so lange, bis ich hier was neues schreibe.
Eingestellt von Patrick @ 08:07 1 Kommentare
Mittwoch, 4. November 2009
Grundnahrungsmittel

Ein Volontär hat gerade Berliner verteilt, weil er das Ressort wechselt. Wusstet ihr, dass es Berliner gibt, die nicht mit Zucker bestreut sind, sondern mit Schokolade überzogen - und nicht mit Marmelade gefüllt, sondern mit Nougat?
Die Dinger sind so schwer wie eine Handgranate - und ungefähr so gesund. Großartig.
Eingestellt von Patrick @ 15:36 1 Kommentare
Dienstag, 3. November 2009
Nur zur Info
Ich lebe noch. Ich ERlebe momentan nur zu wenig, um es hier auszubreiten.
Eingestellt von Patrick @ 21:28 1 Kommentare
Sonntag, 18. Oktober 2009
Tanzbär
Mein kleiner Bruder ist so ungeduldig. Er hat am Freitag geheiratet. Mit seinen zarten 30 Jahren. Hat er alles in allem gut gemacht. Und immerhin war er so freundlich, mich vorher zu warnen: "Google mal die Begriffe 'Hochzeit' und 'großer unverheirateter Bruder'." Ich ahnte also schon, was auf mich zukommen würde. Und um Mitternacht war es dann auch soweit: Ich und der große Bruder der Braut durften tanzen. Den Ententanz. In Holzschuhen. So will es die norddeutsche Tradition.
Den Eröffnungswalzer haben er und seine Frau auf Metallicas "Nothing Else Matters" getanzt, weil's einer der wenigen "coolen" Dreivierteltakte der Rockgeschichte ist. Sogar Oma hat begeistert mitgeschunkelt.
Eingestellt von Patrick @ 15:22 0 Kommentare
Freitag, 9. Oktober 2009
Vogel des Jahres
Obama bekommt den Friedensnobelpreis. Fast zeitgleich kommt die Meldung "Kormoran wird Vogel des Jahres 2010". Da kann das Vieh aber froh sein, dass Mr. President keine (sichtbaren) Flügel hat, sonst hätte er den Titel wahrscheinlich auch noch bekommen.
Den Friedensnobelpreis jedenfalls bekommt man jetzt offenbar fürs Afghanen bombardieren, Folterlager betreiben, Todesstrafe behalten, ... Gut zu wissen.
Eingestellt von Patrick @ 13:19 1 Kommentare
Sonntag, 4. Oktober 2009
Viva Las Vegas
Vielleicht bin ich ein bisschen spät dran mit diesem Filmtipp, aber ich muss trotzdem noch loswerden: "Hangover" ist einer der großartigsten Filme des Jahres! Lange nicht mehr so im Kino gelacht.
Ich würde wetten, dass das Drehbuch so entstanden ist, wie der Film abläuft: Ein paar Typen wachen nach einem Junggesellenabschied in ihrem Hotel in Las Vegas auf. Sie erinnern sich an nichts mehr, aber im Zimmer finden sie brennende Möbel, ein Huhn, ein Baby und einen Tiger. Nur eines fehlt...
Die Autoren haben sich garantiert überlegt: Was ist das schlimmste denkbare Szenario, und dann haben sie das aufgeschrieben. Einer sagt "Ich will ein Huhn!" - und alle sagen, geht klar, Huhn im Hotel, logisch, kein Problem. Bis einer sagt: "Ich will einen Tiger im Badezimmer!"
Trotzdem schreiben sie alles auf. Dann fangen sie an, sich zu überlegen, wie das alles passieren konnte. Vielleicht ist Drehbuchautor kein schlechter Beruf.
Eingestellt von Patrick @ 09:59 0 Kommentare
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Un poco schwanger
Gestern hat mein curso en espanol begonnen. Habe muchas palabras gelernt und bereits die meisten wieder vergessen. In trece Wochen will ich aber in der Lage sein, notfalls einen Tag alleine in México zu überleben.
La profesora es una Kubanerin namens Keyko, die gerade un poco schwanger ist und deshalb ab und zu raus muss, um kotzen zu gehen. Super Ausrede.
Eingestellt von Patrick @ 17:11 1 Kommentare
Montag, 28. September 2009
Die dunkle Seite der Macht
Falls sich jemand fragt, wie ich den gestrigen Wahlabend erlebt habe: hier könnt ihr es nachlesen.
Eingestellt von Patrick @ 13:22 0 Kommentare
Sonntag, 20. September 2009
Weiss --> Rot --> Braun ?
Mykonos ist ganz schoen langweilig. Strand, glasklares Wasser, Sonnenbrand, tolles Essen, naechster Strand, glasklares Wasser, noch mehr Sonnenbrand, noch mehr tolles Essen, naechster Strand ... Das schlaucht total. Hab mein Zeitgefuehl verloren, was eigentlich das Ziel eines jeden Urlaubs sein sollte. Nur fuehlt es sich so an, als waeren wir schon laenger unterwegs, als wir tatsaechlich sind. Dabei sollte es doch umgekehrt sein.
Aber ich denke mal, euer Mitleid haelt sich in Grenzen.
Eingestellt von Patrick @ 16:08 0 Kommentare
Dienstag, 15. September 2009
Romantik pur
"Romantisches Santorin" hiess die Segeltour durch die Caldera. Mit dem Zweimaster von der Hauptinsel auf die beiden kleinen Vulkaninseln in der Mitte des Kessels, Krater und Vulkangestein besichtigen, Baden in heissen Quellen, Buffet an Bord beim Sonnenuntergang und mit Livemusik. Soweit die Theorie.
Gesegelt wurde nicht. Nur gemotorbootet. Und was genau daran romantisch sein soll, zusammen mit 30 anderen deutschen Paaren einen 127 Meter hohen Haufen explodierter Steine zu besteigen und dabei Schwefel zu atmen, ist mir auch nicht klar. Sonnenuntergang ist ausgefallen wegen Bewoelkung, das Buffet bestand aus Weissbrot, Kartoffelsalat und zwei Minifleischbaellchen pro Person.
Klingt schoen schaurig? - Ehrlich gesagt war's gar nicht so schlecht. Santorin haben wir jetzt jedenfalls aus jedem Winkel bewundert. Insofern passt es gut, dass es heute weitergeht nach Mykonos.
Wie ist's bei euch so?
Eingestellt von Patrick @ 06:46 0 Kommentare
Montag, 14. September 2009
Elfmeter fuer die Natur
Pauschalurlaub ist gar nicht mal schlecht. Wieder was gelernt. Der Ausblick von der Hotelterasse ueber den Krater ist grandios. Santorin an sich auch. Eine Insel der Ausblicke. Man schaut auf die Caldera, von links, von rechts, von oben oder unten - und immer sieht's beeindruckend aus.
Wenn uns doch mal nach Abenteuer ist, machen wir einfach das Gegenteil von dem, was uns der Reiseveranstaltervertreter empfiehlt: Kein Auto mieten, sondern mit einem Quad ueber die Insel knattern. Nicht auf die flache Seite der Insel fahren, um zu baden, sondern einen mittelabenteuerlichen Pfad an der Steilkueste hinunter wandern, um an einen verlassenen Steinstrand zu gelangen. Verlassen bis auf vier komische Kosovaren, die hier ein Haus bauen - mitten in die Steilwand, 20 Meter ueber dem Meeresspiegel, 100 Meter unter dem Rest der Insel. Erreichbar nur ueber eben diesen Pfad oder per Boot. Eine Wahnsinnsarbeit.
- Beweisfotos folgen -
Das groesste Abenteuer ist der Verkehr. Busse fahren irgendwann irgendwohin. Wenn sich vor der Abfahrt 80 Leute reingequetscht haben und dem Fahrer ploetzlich daemmert, dass 70 davon in die selbe Stadt wollen, schmeisst er die anderen 10 raus, damit er unterwegs nicht halten muss. Dann faehrt er telefonierend in die ersten Kurven, wobei er schon die ersten Mofas und Quads ueberholt.
Heute gehen wir segeln, auf dem kuemmerlichen Vulkanrest wandern und in Schwefel baden. Abends dann Sonnenuntergang vom Boot aus. Vielleicht klappt das besser als in der Sonnenuntergangskapitale Oia am Nordende der Insel, wo sich jeden Abend Hunderte Menschen wie in einem Stadion versammeln, alle Winkel besetzen und auf etwas Spektakulaeres warten. Man spuert, wie Spannung steigt wie vor dem Elfmeter - und erwartet irgendwie, dass die Menschen gleich anfangen, der Natur zu applaudieren. Ist zu dieser Jahreszeit aber schwierig, weil Wolken am Horizont zum Spielverderber werden. Trotzdem eine Szene fuer die griechischen Goetter.
Eingestellt von Patrick @ 06:24 0 Kommentare
Sonntag, 6. September 2009
Zusammengefasst
Kopf leer.
Ich versuche jetzt trotzdem mal, ein bisschen was zusammenzufassen:
- Meine Lieblingsgeorgierin hat jetzt eine richtig schöne Wohnung mit einem Balkon, den sie bittesehr mitbringen soll, wenn sie mich mal besucht.
- Ich hab mich um einen Job in Berlin beworben, von dem noch unklar ist, ob es ihn überhaupt geben wird. Deshalb vorerst keine weiteren Erklärungen.
- Ich bin jetzt 32. Komische Zahl. Ich weiß nicht, wie alt mich fühle, aber jedenfalls nicht wie 32. Ich weiß auch gar nicht, wie man sich mit 32 fühlen sollte.
- Zuletzt habe ich hier so wenig geschrieben, dass ich überlege, das Blog zu schließen und bei Twitter weiterzumachen. Dann müsste ich nur jeweils 140 Zeichen schaffen.
- Wenn Handball einfach wäre, hieße es Fußball.
Eingestellt von Patrick @ 17:41 1 Kommentare
Mittwoch, 26. August 2009
Darum bist du fett
... heißt diese Internetseite. Mein Favorit ist der Double Bypass Burger.
Ansonsten schleppe ich mich durch die letzten Tage bis zum Urlaub und bin entsprechend schreibfaul.
Eingestellt von Patrick @ 21:09 1 Kommentare
Sonntag, 16. August 2009
Ist diese Stadt etwa doch in Ordnung?
Knapp zwei Jahre in Frankfurt - und ich kenne fast nix. Nun eine Woche Besuch von meine Lieblingsgeorgierin, und schon kenne ich den Goetheturm (40m-Holzturm und Höhenangst mitten im Stadtwald), den nächsten Badesee, eines der beliebtesten Restaurants der Stadt (Café Größenwahn), auf besonderen Wunsch eine Schwulenbar mit Karaoke (selten so sehr auf dem falschen Planeten gefühlt) - und gleich noch das Dialogmuseum, in dem man derzeit 1,5 Stunden durch absolute Dunkelheit läuft und dabei herausfinden soll, welches Land mit Geräuschen, Gerüchen etc. dargestellt wird.
Das alles (bis auf die Karaoke-Sache) verleitet zu der Annahme, dass Frankfurt eigentlich gar nicht so schlimm ist. Könnte aber auch komplett an der charmanten Begleitung gelegen haben.
Eingestellt von Patrick @ 11:10 0 Kommentare
Freitag, 7. August 2009
Sensationeller Zufall
Da hab ich am Mittwoch so über Sibylle Berg geschwärmt - und nun darf ich sie interviewen! Sie hat zufälligerweise gerade ein neues Buch geschrieben (soll bei Schriftstellern vorkommen)und ihr Verlag hat uns ein Gespräch angeboten. Super Timing. Ich hab sofort losgejubelt: "Jaaa - müssen wir machen, die ist toll!" Und damit hatte ich den Job.
Details gibt es später, nach dem Gespräch.
Eingestellt von Patrick @ 13:01 1 Kommentare
Mittwoch, 5. August 2009
Unterschätzteste Menschen
Es ist 22.40 Uhr und ich bin euphorisch. Denn im September erscheint das neue Album von Chevelle, und wer sich den ersten Song "Jars" schon mal anhört, muss anerkennen, dass es sich immer noch um die wohl unterschätzteste Band der Welt handelt. Die schreiben so saugute Songs, dass ich es kaum fassen kann.
Dann habe ich eben über den schon früher einmal erwähnten Sascha Lobo entdeckt, dass Sibylle Berg auch twittert. Sibylle Berg ist die wohl unterschätzteste Autorin der Welt und sollte längst einen Nobelpreis für buchgewordene Grausamkeit bekommen haben.
Das und viele andere interessante Personen, die ich in letzter Zeit bei Twitter entdeckt habe, veranlassen mich, mir fest vorzunehmen, mich da demnächst auch anzumelden.
Notiz an mich: Hör auf zu Prokrastinieren!
Eingestellt von Patrick @ 21:38 0 Kommentare
Sonntag, 2. August 2009
Pleasant Johnny
Lesetipp für alle ICE-Reisenden. So richtig gut wird's etwa ab der Hälfte.
Mehr hab ich trotz Wochenendes nicht zu sagen, stecke bis zum Hals in Arbeit.
Eingestellt von Patrick @ 13:07 0 Kommentare
Montag, 27. Juli 2009
Guten Tag, ich bin der neue Zombie
Das Gruselkabinett "London Bridge Experience & London Tombs" sucht Berufszombies. Kein Scherz. Arbeitskleidung ist selbst mitzubringen, außerdem soll man gut im Erschrecken und Fürchtenlehren sein. Jahresgehalt: knapp 35.000 Euro. Und dafür den ganzen Tag in der Geisterbahn rumlungern und ab und zu "Buh" machen. Oder mal ein Gehirn essen.
Das macht nachdenklich. Über eine zweite Karriere, einen neuen Anlauf. Je älter man wird, desto weniger müsste man sich schminken, desto leichter würde also der Job - wo gibt's das schon? London ist ja auch eine schöne Stadt.
Bei der nächsten existenziellen Krise werde ich nachfragen, ob der Zombiejob noch zu haben ist. Wobei, die Arbeitsbedingungen sind kaum besser als bei uns in der Redaktion ...
Eingestellt von Patrick @ 20:28 0 Kommentare
Freitag, 24. Juli 2009
Selbstbetrug
Wenn man mich in den letzten Monaten gefragt hat, ob ich mich schon in Frankfurt eingelebt habe, dann habe ich gesagt, es wird. Langsam - aber es wird. Die ersten freundschaftsähnlichen Kontakte, die netten Handballer und so weiter.
Ein Stück weit habe ich mir da selbst etwas vorgemacht.
Im Juli habe ich noch keinen Abend außerhalb meiner Wohnung verbracht, wenn man vom Sport mal absieht. Meine ehemalige Nachbarin, mit der ich ab und zu mal Klettern war, habe ich im April zum letzten Mal gesehen oder gesprochen. Die einzige andere Person, die ich kenne und die nicht aus der Redaktion kommt, hat mich zuletzt ein paar Mal vertröstet, obwohl sie immer sagt, dass sie in exakt der selben Situation steckt wie ich. Und dass Basti ab September noch so viel Zeit haben wird wie bisher - zum Fuballgucken, Trainieren oder Schnitzelessen - sollte ich mir auch schnellstens ausreden. Er wird dann als frischgebackener Vater mehr als genug um die Ohren haben.
Nun kommt auch noch dazu, dass die Stimmung bei der Arbeit gerade ziemlich mies ist. Das liegt einerseits an gewissen technischen Problemen, die mich daran denken lassen, wie paradiesisch es sein muss, für ein reines Online-Medium zu arbeiten. Dann fällt der ganze Ärger um Abgabezeiten, Textlängen und Layoutänderungen weg, und es bleibt mehr Zeit für Journalismus. Theoretisch.
Zum Anderen fühlen sich einige alteingesessene Redakteure bei uns gerade offenbar von neuen Kollegen bedroht. Anders kann ich mir die zutiefst vergifteten, unverschämten und kontraproduktiven, für alle sichtbaren Mails nicht erklären, die ich gerade täglich in meinem Postfach finde. Nein, ich bin nicht der Adressat, aber ich kriege durch die Sammeladressen mit, wie sehr sich einige Leute daneben benehmen. Sowas erlebe ich zum ersten Mal - und es verdirbt mir die Laune.
Schönes Wochenende.
Eingestellt von Patrick @ 21:46 0 Kommentare
Montag, 20. Juli 2009
Kultur - oder besser: "Kultur"
Natalie hat als Neu-Bonnerin ein Gutscheinheft zur Begrüßung bekommen, mit dem sie kostenlos in mehrere Museen, Theater etc. gehen darf. Also haben wir uns gedacht, wir machen mal was radikal anderes als in den letzten 2,5 Jahren. Wir machen mal Kultur.
Samstagnachmittag waren wir im Haus der Geschichte und haben uns eine Sonderausstellung über Bild-Ikonen angesehen. Fotos, die weltberühmt sind und für ein besonderes Ereignis stehen. Die Bilder und ihre Geschichten über Zufälle, Fälschungen etc. waren richtig interessant, aus politischer, historischer und journalistischer Sicht. Soweit, so kulturell also.
Abends dann Contra-Kreis-Theater. War meine Idee. Aber erstens habe ich vorher nicht gesehen, dass es eine Komödie sein sollte. Das hätte ich dann gelasen, denn bei Komödien habe ich, zumindest was Filme angeht, grundsätzlich ein eher unglückliches Händchen.
Zweitens habe ich nicht geahnt, dass es schlimmstes Bauerntheater sein würde. Schenkelklopfer für Senioren, wie Millowitsch ohne Dialekt. Ich hatte zur Pause schon innere Blutungen vor lauter Fremdschämen, so schlimm war's. Und neben mir eine Oma, die ihrem greisen Gefährten jeden zweiten Gag nacherzählen musste, weil er taub war. Dann sagt die auch noch sowas wie "Auf solche Witze muss man erstmal kommen." Da hatte sie irgendwie auch wieder recht.
Jedenfalls war's anti-kulturell und mit das Schlimmste, was ich jemals auf einer Bühne gesehen habe. Für die Eingeweihten: Lieber gehe ich nochmal zu einem Konzert von Dillinger Escape Plan.
Das nächste Stück sucht Natalie aus. Dann bin ich wenigstens nicht schuld. Übrigens war nur ihre Karte kostenlos. Meine hat 24 Euro gekostet.
Eingestellt von Patrick @ 21:10 0 Kommentare
Sonntag, 19. Juli 2009
Vogonen und die Deutsche Bahn
Auf dem Weg zum Bahnhof in Bonn sage ich noch: "Bin ich froh, dass ich diese Mitfahrgelegenheiten nicht mehr nehmen muss - Zugfahren ist doch viel stressfreier, und die Strecke über Koblenz auch kaum teurer."
Am Bahnhof dann die Überraschung: Der Zug nach Frankfurt fährt heute nicht, jedenfalls nicht über Bonn. Nur der knapp doppelt so teure mit dem Umweg über Siegburg. Ich zur Bahn-Info-Schnepfe: "Ich darf also mehr Geld dafür zahlen, dass die Bahn meine Strecke NICHT fährt?" Sie: "Ja. Das liegt an den Bauarbeiten. Das ist schon seit Monaten bekannt und seit Wochen bekanntgegeben worden."
Woran erinnert uns das? An "Per Anhalter durch die Galaxis". Vogone (siehe Bild): "Bewohner der Erde, bitte herhören. Wie Ihnen zweifellos bekant sein wird, sehen die Pläne zur Entwicklung der Außenregionen der Galaxis den Bau einer Hyperraum-Expressroute durch Ihr Sternensystem vor, und bedauerlicherweise ist Ihr Planet einer von denen, die gesprengt werden müssen."
Erdbewohner geraten in Panik.
Vogone: "Es gibt überhaupt keinen Grund, dermaßen überrascht zu tun. Alle Planungsentwürfe und Zerstörungsanweiseungen haben fünfzig Ihrer Erdenjahre lang in Ihrem zuständigen Planungsamt auf Alpha Centauri ausgelegen."
Der Rest vom Wochenende wird ein eigener Blogeintrag. Morgen.
Eingestellt von Patrick @ 23:32 0 Kommentare
Dienstag, 14. Juli 2009
Quark-Gluonen-Plasma
Am Sonntag hat Matthias aus meinem Abi-Jahrgang bei mir übernachtet und mir in einem Nebensatz erzählt, wo er ab Oktober arbeiten wird. Beim Abitreffen im Juni hieß es noch, er würde nach New Jersey gehen und dort forschen.
Kein Grund, ihm zu gratulieren, dachte ich damals. New Jersey ist ja sowas wie das Chemnitz der USA. Und die Frauen da... "What's the difference between trash and Jersey girls? Trash gets picked up." Den hat mir ein Jersey-Girl erzählt, das ich mal auf einem Berg in Kanada kennen gelernt habe.
Aber Matthias ist Physiker und forscht ab Oktober in Princeton. An dieser Elite-Ivy-League-Einstein-was-here-Universität für Superschlaue. Die kann ja nix dafür, dass sie in NJ liegt. Ist ja trotzdem eine der renommiertesten Unis des Planeten. Ist lange her, dass ich so beeindruckt war.
Auf meine Frage, ob er mir in einfachen Worten erklären könnte, was genau er dort erforschen wird, sagte er irgendwas mit Quark-Gluonen-Plasma und String-Theorie. Er hätte auch einfach "Nein" sagen können.
Eingestellt von Patrick @ 08:19 1 Kommentare
Montag, 6. Juli 2009
Mit drei "ö"
Es sollte viel öfter Samstag sein. Der vergangene jedenfalls war ein guter. Wir hatten die wohl entspannendste Anreise zur Rheinkultur ever. Das Wetter war perfekt, und abends haben Selig ein wirklich gelungenes Konzert gespielt. "Was machen die denn für Musik?", wurde ich vorher gefragt. Darüber musste ich nachdenken. Die Erleuchtung kam dann, als wir während der Show mit bestem Bühnenblick am Wellenbrecher standen und links von uns die Bungeespringer bungeegesprungen sind.
Selig machen Bungeesprungrock. "High", "Sie hat geschrien", "Schau Schau" - Text und Musik haben irgendwie immer gepasst, wenn man es sich nur ein bisschen eingeredet hat. Aber vielleicht gut, dass sie nicht ihren Song "Ich fall in deine Arme" gespielt haben.
Jedenfalls war's schööön. (Beweisfoto reiche ich nach, wenn ich noch eins bekomme.)
Eingestellt von Patrick @ 18:47 0 Kommentare
Mittwoch, 1. Juli 2009
Zur Lage der Nation
Zugegeben, in letzter Zeit habe ich hier viel über meine Arbeit geschrieben. Das mögen einige von euch nur mäßig interessant finden. Vor allem, wenn man ab und zu ins Nachbarblog von Laura schaut, die auf den Philippinen ein Abenteuer nach dem anderen erlebt.
Aber ich habe derzeit einfach eine Phase, in der ich sozusagen Lust auf Karriere habe. Das klingt jetzt allerdings größenwahnsinniger als es ist. Die letzten 17 Monate - die Volo-Zeit - sind unfassbar schnell rumgegangen, und ich weiß, dass ich mich dabei deutlich weiterentwickelt habe. Mir war mit 19 Jahren schon klar, was ich werden will. Jetzt bin ich fast 32 - und am Ziel von damals. Und ich bin heilfroh, dass ich mehr will. Andernfalls würde ich in ein Loch fallen.
Es ist noch nichts spruchreif, aber es gibt vorsichtige Signale, dass in absehbarer Zeit auch noch ein weiterer kleiner Schritt möglich sein könnte. (Wenn das nicht zurückhaltend formuliert ist, dann weiß ich auch nicht...) Das zwingt mich aber jetzt dazu, mal darüber nachzudenken, was ich eigentlich als Journalist erreichen will. Will ich einfach nur in Ruhe in einer Redaktion sitzen und irgendeine Zeitung für irgendeinen Leser machen? Bin ich ein notorischer Besserwisser, der möglichst vielen Menschen seine Sicht auf das Weltgeschehen vorsetzen will? Oder will ich die Welt wenn schon nicht beherrschen, dann wenigstens verändern? Oder irgendwas dazwischen? Ansatzweise beschäftigt mich das schon seit einigen Monaten, und deshalb ist mein Blog zumindest gefühlt etwas monothematisch geraten.
Alles hat seine Zeit. Jetzt ist die Zeit für solche Überlegungen - und gegebenenfalls die nötigen Konsequenzen. Euer Job bei der Sache ist, mir ab und zu einen Tritt zu geben, damit ich auch mal an was anderes denke. An Menschen, die besucht, an Orte, die bereist und an Ereignisse, die befeiert* werden müssen.
* künstlerische Freiheit
Eingestellt von Patrick @ 21:42 0 Kommentare
Endloser Sommer
Zurück in Frankfurt. Gestern Volontariat unspektakulär beendet, in jetzt noch 45 Minuten erstmals als Redakteur tätig. Noch zu müde, um angemessen stolz wie Bolle und glücklich zu sein.
Schönes WE gehabt mit Kino, lecker Thailänder, Underground und Edelweißpiratenfestival im Friedenspark, den ich in den zehn Jahren meines Kölner Lebens nicht ein einziges Mal betreten hatte. Dort natürlich alte Freunde wiedergetroffen.
Und am kommenden Samstag ist Rheinkultur. Und heute abend läuft "The Endless Summer 2" im Filmmuseum - den hab ich zuletzt im Surfcamp mit der SpoHo gesehen, das müsste 1999 gewesen sein. Richtig, Jan?
Eingestellt von Patrick @ 06:14 1 Kommentare
Donnerstag, 25. Juni 2009
Pferd schmeckt wie Salami
Erstmal zur allgemeinen Belustigung:
So, Berlin ist vorbei. Fazit: Schön hier. Aber man muss Leute kennen(lernen). Das hat begrenzt gut geklappt. Mit den Netzaktivisten, Bloggern und Online-Petenten. Und gestern spontan mit zwei sehr sympathischen Damen, neben die ich mich in der völlig überfüllten Punkrockpizzeria Il Casolare am Landwehrkanal gehockt habe, weil ich ja nun mal irgendwo sitzen musste. Und so lernte ich die beiden Mittdreißigerinnen kennen, die ich beide auf Ende 20 geschätzt hätte, was euch Frauen da draußen Mut machen sollte, und um nochmal auf den eigentlich Sinn dieses Satzes zu kommen: Eine lebt eigentlich und trotz ihres heftigen sachsen-anhaltinischen Akzents in Italien und ist dort unter anderem Kunst-Journalistin, die andere sagte, sie sei vorgestern aufgewacht und ihr sei plötzlich und zum ersten Mal bewusst geworden, dass sie ein Kind hat, verheiratet ist und in einem Monat in ein kleines Kaff in den Rocky Mountains von Montana zieht, weil ihr Mann dort Germanistik-Professor wird. Das muss man nicht beneidenswert finden, aber durchaus unterhaltsam - vor allem, wenn man dabei Pferdefleischpizza ist (ja, schmeckt wirklich wie Salami).
Solche Abende jedenfalls waren insgesamt eher die Ausnahme und deshalb macht es mir nicht allzu viel aus, nächste Woche wieder in Frankfurt zu leben. Und auf den kleinen Umweg am Wochenende freue ich mich sogar.
Eingestellt von Patrick @ 22:02 0 Kommentare
Dienstag, 23. Juni 2009
Gott wohnt in der Betreffzeile
Da hab ich mich wie Bolle gefreut, beim Klassentreffen die Super-Illu Stefanie wiederzusehen und hoch und heilig versprochen, den Kontakt nicht abreißen zu lassen - und zwei Wochen später musste ich zugeben, das genau das zu passieren droht. Also schrieb ich eine Antwort auf ihre letzte Mail, deren Betreff "Animation" lautete. Diese Antwort hatte dementsprechend den Betreff Re:Animation - und damit war der Kontakt reanimiert.
Das hat die gute Stefanie als "Orakel" bezeichnet und mich gebeten, an dieser Stelle mal darüber zu sinnieren, wohin uns Betreffzeilen noch führen könnten, ob sie schicksalhaft sind oder nicht.
Hier also meine Re:plik.
Die Vorstellung, dass eine E-Mail-Betreffzeile unser Leben beeinflusst, hat so ihre Tücken. Ist die Betreffzeile Gott? Oder ist sie im Gegenteil der freie Wille, manifestiert in ASCII-Zeichen?
Zur ersten These: Man müsste mal überprüfen, ob Atheisten überdurchschnittlich häufig E-Mails ohne Betreff verschicken. Wenn ja, haben wir damit praktisch schon einen halben Gottesbeweis.
Zur zweiten These machen wir ein einfaches Gedankenexperiment: Ich schreibe Stefanie eine Mail mit dem Betreff hbraten. Was sagt uns dann ihre Antwort Re:hbraten? - dass sie mich zum Essen einladen will?
Das halte ich für re:lativ unwahrscheinlich. Denn für eine Re:ise von Frankfurt nach Hamburg habe ich leider nur sehr selten Zeit, und das weiß sie auch.
Ich re:kapituliere: Wir könnten ja einfach mal telefonieren.
Eingestellt von Patrick @ 15:14 0 Kommentare
Freitag, 19. Juni 2009
Spätfolgen
So ganz hat mich Nerd-Parade von gestern doch noch nicht losgelassen. Seit einigen Tagen frage ich mich, ob ich nicht auch anfangen sollte zu twittern. Denn: Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein. Und seit ich eben folgenden Tweet entdeckt habe, bin ich endgültig von der Großartigkeit dieser Plattform überzeugt:
"Gemüse wird besonders lecker, wenn man es in der Pfanne durch Schnitzel ersetzt. #kochtipp"
Eingestellt von Patrick @ 15:46 0 Kommentare
Kontraste
Gestern war Loser-Party bei dem bekannten Internet-Irokesen Sascha L.. "Gefeiert" wurde das frisch beschlossene Gesetz zur Einführung von Internet-Sperren, "Feiernde" waren die Aktivisten, die sich in den letzten Wochen massiv und kreativ gegen dieses Gesetz gewehrt haben. Die waren jedenfalls ordentlich geladen und planen jede Menge lustiger Aktionen. Aber für einen Nicht-Nerd wie mich war das vor allem faszinierend, weil jeder Besucher der Party mit mindestens einem Laptop und mindestens einem iPhone unterwegs war, weil Twitter auf den Flachbildfernseher an der Wand geworfen wurde, damit alle sehen, was alle gerade twittern, während alle nebeneinander sitzen, und weil sich da Leute zum ersten Mal persönlich begegnet sind, die sich seit neun Jahren virtuell kennen. Ach ja, und weil sich viele mit ihrem Twitternamen vorgestellt haben, weil sonst niemand gewusst hätte, wer sie sind.
Nebenbei habe ich noch einen Online-Ressortleiter einer bekannten deutschen WochenZEITung kennen gelernt, der mir sofort angeboten hat, als Autor für ihn zu arbeiten. Das sollte ich bei Gelegenheit wirklich mal machen.
Dann ab 0:30 der totale Kontrast zur vertwitterten Gesellschaft: Ein paar Meter weiter lief in einer Kinosondervorstellung "Into the Wild", den ich unbedingt noch sehen wollte. Hat sich gelohnt, der Film wirkt nach. Besonders, wenn man nachts um drei auf dem Fahrrad durchs das schlafende Berlin nach Hause kurvt. Schöner Abend.
Eingestellt von Patrick @ 13:08 0 Kommentare
Donnerstag, 18. Juni 2009
Frühstück bei Googles
Eine bekannte Suchmaschine mit zwei "o" hat mich zum Essen eingeladen. Zum Pressefrühstück. Das funktioniert so: Vorne sitzen gut gekleidete Menschen und reden. In diesem Fall über Politik im Internet. Über die Ähnlichkeiten von Barack Obama und Thorsten Schäfer-Gümbel (dürfte ein kurzes Kapitel werden) und darüber, wie man Online-Wahlkampf macht, nachdem man gerade ein Gesetz zur Schaffung von Internet-Sperren durch den Bundestag geschleust hat. Hinten sitzen derweil weniger gut gekleidete Menschen Journalisten und bekleckern sich mit Lachshäppchen.
Ich bin ein großer Fan dieses Konzepts und werde deshalb hingehen. Allein schon, um die Chef-Lobbyistin von Google in Deutschland kennen zu lernen.
Eingestellt von Patrick @ 15:31 1 Kommentare
Montag, 15. Juni 2009
Insiderwissen
Ich verrate jetzt mal, worüber beim Parteitag einer bekannten ehemaligen Volkspartei wirklich gesprochen wurde: Ein junger Politiker scheiterte am Freitag mit seinem Antrag bei der Parteiführung, das geplante Gesetz zur Einführung von Internet-Sperren gegen Kinderpronografie komplett abzulehnen. Dabei hat er als einer der wenigen verstanden, dass damit die Infrastruktur für die Zensur des Internets installiert würde.
Daraufhin wird er von einer großen Zeitung mit vier Buchstaben als "Verlierer des Tages" bezeichnet. Und die Parteimitglieder geben am Sonntag unter der Hand zu, dass sie das als Warnschuss verstehen. Stimmen sie am kommenden Donnerstag doch gegen das Gesetz, wird die Zeitung sie als Kinderschänder darstellen. Und das wollen sie nicht riskieren.
Angst vor dem Boulevard, der offenbar mehr Macht hat als eine Regierungspartei? Wen wundert es da noch, dass Menschen quer durch die Republik an Rückgrat und Glaubwürdigkeit der Politik zweifeln?
Eingestellt von Patrick @ 19:37 0 Kommentare
Donnerstag, 11. Juni 2009
The Beach
Wozu in die Ferne schweifen? fragte schon (... Google-Pause ...) die alte Tröte Goethe. Gestern noch von einsamen Stränden in der Karibik geträumt - heute reicht der Blick aus dem Bürofenster - auf den Bundespressestrand. Malerisch eingerahmt von der Spree und einem ICE-Gleis, und immer völlig menschenleer. Denn a) ist hier kein Strandwetter, b) hat Berlin sage und schreibe 19 weitere Strandbars und c) klingt "Bundespressestrand" ungefähr so aufregend wie "Bundesherpeszentrale".
Frankfurt hat übrigens nur vier Strandbars, Köln fünf. Das "ZEIT Magazin" hat nachgezählt. Sowas macht man als Journalist wohl, wenn man - so viel Kalauer muss sein - zu viel Zeit hat.
Eingestellt von Patrick @ 14:36 0 Kommentare
Mittwoch, 10. Juni 2009
Muy bien

Der übernächste Urlaub ist gebucht. Im Januar / Februar geht's zusammen mit M. aus K. für drei Wochen nach Südmexiko, Guatemala und Belize. Pazifik, Urwald, Mayazeugs und Tauchen in der Karibik stehen auf der Agenda 2010. M. hat heute die Flüge klargemacht, mit 700 Euro pro Person für den Gabelflug sind wir meiner Meinung nach gut bedient. Nach den drei Wochen bin ich bestimmt trotzdem pleite. Aber wen kümmert's?
Jetzt sollte ich nur noch Spanisch lernen, jedenfalls ein paar Brocken. Was sind eure Vorschläge: VHS, Sprachschule oder öfter mal mexikanisch essen?
P.S. Hat da jemand Schweinegrippe gesagt?
Eingestellt von Patrick @ 15:11 3 Kommentare
Sonntag, 7. Juni 2009
Wenn die SPD feiert
Komme gerade aus dem Willy-Brandt-Haus, von der Europawahl-Party der SPD. Also, "Party" halt. Bin Zeuge einer krachenden Niederlage und einer Partei in Schockstarre geworden. Ein paar Jusos standen als Claqueure herum, aber nach den ersten Hochrechnungen war der Saal 15 Minuten lang totenstill. Sehr beeindruckend. Nur die anwesenen Journalisten waren nicht unglücklich. Ihre Story schrieb sich durch die katastrophalen 21 Komma irgendwas Prozent von ganz alleine.
Eingestellt von Patrick @ 20:49 1 Kommentare
Super-Illu
Zwölf Jahre sind eine lange Zeit. Trotzdem hab ich gestern Abend beim Abitreffen die meisten wiedererkannt. Ein bisschen enttäuscht war ich, dass Teilchenphysiker Matthias immer noch keine Zeitmaschine erfunden hat. Wobei, so wie ich ihn kenne, hat er sie längst erfunden, findet sie im Chaos seines Zimmers nur nicht wieder. Schön war, als Star-Illustratorin Stefanie (die "Super-Illu") aus Hamburg zugab, in Urheberrechts- und anderen Prozessen bereits vier Anwälte verschlissen zu haben - und dann Christian, den sie seit sieben Jahren nicht mehr gesehen hatte, sagte: "Ich bin übrigens Anwalt für Urheberrechts- und andere Fragen. In Hamburg."
Insgesamt waren 41 - 45 Leute anwesend, und über die meisten habe ich mich sehr gefreut. Manchen hat man den Zahn der Zeit angesehen, einigen davon haben die Jahre aber definitiv gut getan. Außer denen, die jetzt ihr drittes Kind erwarten, natürlich.
Eingestellt von Patrick @ 20:34 0 Kommentare
Dienstag, 2. Juni 2009
Bauer sucht ... James Bond
Hallo Hauptstadt. Ich bin sicher, du hast nur auf mich gewartet.
Seit gestern wohne ich mitten auf der Sonnenallee (jagut, in einem Haus AN der Sonnenallee) und heute morgen bin ich James Bond begegnet, als er gerade mit Ursula von der Leyen über Kindesmissbrauch sprach. Das lässt erahnen, wie die nächsten Wochen werden könnten.
Hab heute außerdem den Polit-Touri gespielt und mir Reichstagskuppel, Kanzleramt und Mahnmal angeguckt. Und hab mich schon lange nicht mehr so sehr wie ein Bauer vom Dorf gefühlt, der in die große Stadt kommt. Das wird sich hoffentlich schnell legen.
Ach ja: Social Distortion spielen jetzt doch auch in Berlin. Im Hof der Zitadelle Spandau, einer alten Burg, umgeben von Wasser. Wo spielen die nochmal in Düsseldorf? Ätsch.
* P.S. James Bond = Unicef-Botschafter Sir Roger Moore
Eingestellt von Patrick @ 19:59 0 Kommentare
Montag, 25. Mai 2009
Skyline

So sieht sie also aus, die viel beschworene, aber eigentlich ziemlich armselige Skyline - Frankfurt aus dem 36. Stock des Messeturms. Da war die Umkleidekabine für den diesjährigen Treppenlauf, zu dem ich mich wieder habe überreden lassen. Diesmal im FR-Team, das immerhin Platz elf von 22 belegte. Allerdings war die Konkurrenz schneller: Die Offenbach Post wurde Achter, ließ dafür aber ihre Leser laufen. Wie kann man seine Kunden bloß so offen verachten? Naja, Offenbach halt.
Eingestellt von Patrick @ 17:56 0 Kommentare
Samstag, 23. Mai 2009
Wochenendzusammenfassung
Für's Protokoll: Horst Köhler bleibt Bundespräsident.
Was aber viel wichtiger ist: Natalie zieht in einer Woche nach Bonn - und wirklich nur ein paar Häuser weiter zieht am selben Tag die Sandra ein. Wieder so ein schöner Zufall. Na dann auf gute Nachbarschaft!
So, und jetzt geht's ab zum Fußballgucken. Wolfsburg wird Meister, und in fünf Jahren wird sich niemand mehr dran erinnern.
Eingestellt von Patrick @ 12:03 0 Kommentare
Donnerstag, 21. Mai 2009
Wohin?
Eigentlich stand in meinem Kopf schon alles fest: Zeit, Budget und Ort für einen tollen Urlaub zum Jahresende. Drei Wochen Peru sollten es werden, mit Gebirge und Dschungel und gebratenen Meerschweinchen zum Mittagessen (=Nationalgericht). Mit M. aus K. als Dolmetscher und Kofferträger.
Dann die Ernüchterung: Alles zwischen Oktober und April ist wegen Regenzeit denkbar ungeeignet für Reisen durch Peru. Insbesondere für die Anden und den Dschungel. Und nur für gebratene Meerschweinchen fliege ich da nicht hin. Sollen eh nicht so lecker sein.
Nun beginnt die Suche nach Alternativen. Südafrika mit Namibia und Safari und Mord und Totschlag? Mexiko mit Schweinegrippe und Hurrikanen ... Hurrikans Wind? Thailand mit ... äh ... Reis? West-Australien mit West-Australiern? Was soll ich machen?
Eingestellt von Patrick @ 12:41 0 Kommentare
Mittwoch, 13. Mai 2009
Leiharbeiter
Ich habe gestern das offizielle Angebot bekommen, ab dem 1. Juli Redakteur zu werden. Ein kurzes Jippie, bitte. Wie es hier allerdings mittlerweile üblich ist, werde ich nicht direkt vom Verlag angestellt, sondern von einer GmbH, die mich dann an die Zeitung verleiht. Damit umgeht man schön alle Bestimmungen eines Tarifvertrags. Aber das ändert nichts daran, dass ich dann das bin, was ich werden wollte.
Einzelheiten werden demnächst verhandelt, aber ich denke, wir werden uns einig.
Kettcar, wie immer sowas wie der Konfuzius aus Hamburg, sagen dazu:
Und alle sind am Leben, 5 Tage, 40 Stunden
Und definieren sich über das, was man den Tag so macht
Und Hallo, was machst du so, was ist aus dir geworden
Und wie fühlt es sich so an, wenn man es geschafft hat
Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich?
Sind jetzt alle gleich, nur weil wir alle gleich aussehen
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
Das Licht ausschalten und die Augen schließen
Die Hände falten für bessere Zeiten
Und festgehalten an allem was trägt und mitgelaufen mit allem was geht
Es ist so weit, dass das Leben sich um etwas dreht
So oft, dass das Leben nicht weitergeht
Wie Kreisel kreisen, bis sie umfallen, ausfallen, einfach stehen bleiben
Es ist der Quatsch, den alle reden
Über großen Willen zu freien Wegen
Und wir können alles schaffen denn:
Es ist gedacht für alle, es ist gemeint für Jeden
Es wird genug und reichlich...
Eingestellt von Patrick @ 19:27 0 Kommentare
Montag, 11. Mai 2009
Freunde des Waliser Humors, aufgepasst!
Ich verteile eher selten Youtube-Fundstücke, aber dieses hier ist wundervoll.
Anstatt das Video hier einzubetten, habe ich einen erklärenden Text inkl. Video verlinkt, denn ohne Übersetzung ist der Waliser Akzent ein kleines bisschen unmöglich zu verstehen. Aber wenn man weiß, worum es geht, ist es saukomisch.
Eingestellt von Patrick @ 15:14 0 Kommentare
Sonntag, 10. Mai 2009
Geleitert
In der morgigen Ausgabe der FR erscheint mein erster Leitartikel. Zeit für ein Wow. Denn in den letzten 20 Jahren ist es genau ein einziges Mal vorgekommen, dass ein Volontär das durfte. Normalerweise sind Leitartikel den erfahrenen Redakteuren vorbehalten, damit die Zeitung schön altklug erscheinen kann. Jetzt ich, inklusive Autorenfoto, was dem ganzen endgültig jeglichen Rest von Seriösität nimmt.
Aber ich hatte mich früh auf das - zugegebenermaßen nicht sehr schöne - Thema gestürzt und wurde deshalb gefragt, ob ich es versuchen will. Ob ich "leitern" will, wie es im Berufsjargon heißt. Also habe ich geleitert, und der Text wird abgedruckt, obwohl die verantwortlichen Redakteure nicht meiner Meinung sind, was den Inhalt des Artikels angeht.
So, jetzt hab ich blaue Flecken vom mir selber auf die Schultern klopfen. Deshalb müsst ihr das nicht mehr machen.
Eingestellt von Patrick @ 21:40 1 Kommentare
Dienstag, 28. April 2009
Ich stehe in Wikipedia
Nachdem ich eben eine weitere E-Mail zum 12-jährigen Abiläum erhalten habe, wollte ich mich mal wieder selbst googlen, um zu sehen, was meine Klassenkameraden über mich herausfinden könnten, wenn sie nur meinen Namen wissen.
Das Ergebnis ist einigermaßen erschreckend. Ich habe mittlerweile an die 100 Artikel für die FR geschrieben, von denen noch knapp 80 online sind, und viele weitere für den Kölner Stadt-Anzeiger. Mit vielen davon bin ich auch noch ganz zufrieden. Aber die tauchen in der Google-Trefferliste nicht oder erst spät auf. Stattdessen allerhand Zeugs, auf das ich nicht snderlich stlz bin. Meine Diplomarbeit zum Beispiel.
Aber ich habe dann noch einen Link auf den Wikipedia-Eintrag zum Thema Geofencing gefunden - und der hat einen Link auf einen Artikel von mir. Nicht, dass ich mir was darauf einbilde, es ist nur interessant zu sehen, wo man im Internet überall landet, ohne das selbst zu beeinflussen.
(Ich habe den Link auf Wikipedia an dieser Stelle absichtlich nicht gesetzt, weil ich irgendwie befürchte, dass sich die Vernetzung sonst mal verselbständigt.)
Eingestellt von Patrick @ 14:14 0 Kommentare
Montag, 27. April 2009
Auf der Brücke
Heute mittag kam die E-Mail von zwei alten Klassenkameradinnen: Im Juni feiern wir 12-jähriges Abi-Jubiläum, nachdem das 10-jährige ausgefallen war, weil niemand daran gedacht hat, es zu organisieren.
Später am Abend, mitten auf der Mainbrücke, bleibt ein Typ vor mir stehen und sagt "Patrick?!" Es war Alex, aus eben jenem Abi-Jahrgang. Ich hatte ihn vor sieben Jahren zum letzten Mal gesehen, und ausgerechnet heute treffen wir uns wieder. Er lebt seit einem Jahr hier und arbeitet - natürlich - bei einer Bank. Wenn man bedenkt, wie klein die Stadt eigentlich ist, dann hat es ganz schön lange gedauert, bis wir uns mal über den Weg gelaufen sind.
Eingestellt von Patrick @ 21:37 0 Kommentare
Sonntag, 26. April 2009
Suboptimales Wochenende
Nachdem wir - das Spiel von gestern mitgerechnet - aus den letzten vier Partien nur einen Punkt geholt haben, sind wir zurecht doch nicht aufgestiegen. Gestern waren wir entsprechend ganz schön deprimiert. Ein Sieg mehr, und das wär's gewesen. Mist.
Der FC hat auch noch verloren (gegen Hannover, wie peinlich), und heute muss ich arbeiten, während draußen die Sonne strahlt. Und resterkältet bin ich auch noch. Schweinewelt.
Eingestellt von Patrick @ 07:58 0 Kommentare
Donnerstag, 23. April 2009
Fuckfood
Mit Essen spielt man nicht, hab ich gelernt. Aber der McGangbang ist auch kein Spiel im eigentlichen Sinn. Er ist widerlich. Aber bitte lest selbst.
Eingestellt von Patrick @ 17:55 0 Kommentare
Samstag, 18. April 2009
Die jungen Leute von heute
... sind, wie sie wohl nie werden wollten. Ich kenne ja noch nicht sehr viele Leute in FFM, aber haben die ALLE eine Putzfrau?! Und dann fragen die abends im 50er-Jahre-Café ernsthaft, welche Versicherung eigentlich zahlt, wenn die schwarz arbeitende Putzfrau versehentlich den Herd anschaltet und die darauf stehende Tupperdose zehn Stunden lang zerkocht, bis irgendwann die Bude brennt.
Um halb eins geht dann der Mittzwanziger, der ein paar Stunden vorher seine letzte Uni-Prüfung bestanden hat, nach Hause, weil er müde ist. Schwach.
Wenigstens einer kommt wegen Liebeskummer noch mit in die Rockdisco, betrinkt sich, steigt um vier Uhr morgens besoffen ins Auto und baut sofort einen Unfall. Rock'n'Roll, Vollidiot!
Notiz für mich: Bester Song des Abend war "The Way of the Fist" von Five Finger Death Punch. Endlich mal eine neue Band am Horizont. Anhören hier. Dank an den DJ auch für One Minute Silence.
Eingestellt von Patrick @ 19:27 0 Kommentare
Donnerstag, 9. April 2009
Zurück in die Zukunft
Dialog aus der Daily Show:
"Warum war General Motors in den 50er Jahren so groß im Autogeschäft? Weil sie weltweit die einzigen waren, die überhaupt Autos gebaut haben!"
"Ja, weil wir Japan und Deutschland zerbombt hatten."
"Genau!"
(Laaange Pause)
"Du schlägst also vor, zur Rettung der amerikanischen Autoindustrie Japan und Deutschland den Krieg zu erklären?"
"Nein, nicht erklären. Das würde uns das Überraschungsmoment rauben."
Hier kann man es sich ansehen - übrigens mit einem Interview mit dem Parkinson-Patienten Michael J. Fox. Wer genau hinsieht, bemerkt, dass dessen Drehstuhl mit Bändern fixiert ist, weil der Mann so heftig zittert.
Eingestellt von Patrick @ 21:03 0 Kommentare
Dienstag, 7. April 2009
Dreh deinen Couchgag
MySpace, wie auch der Simpsons-Haussender Fox in Besitz von Rupert Murdochs News Corporation, ruft zum Do-it-yourself auf: User sollen einen eigenen Couchgag für die Simpsons drehen. Der beste wird realisiert, die Gewinner nach L.A. eingeladen.
Leider kann ich die Seite gerade nicht aufrufen, möglicherweise muss man bei MySpace registriert sein. Kann mir das jemand bestätigen?
Und: Wer hat Lust mitzumachen - in welcher Simpsons-Rolle?!
Eingestellt von Patrick @ 14:59 1 Kommentare
Sonntag, 5. April 2009
Tradition
Manche feiern ihren Geburtstag jedes Jahr am selben Ort. Schöne Tradition kann man das aber nur nennen, wenn dieser Ort nicht das eigene Klo ist und man selbst halb bewusstlos davorkniet. Aber jedem das Seine... Während die Gastgeberin der Party am Samstag also damit beschäftigt war, das Badezimmer zu blockieren, entstand zwischen einem der Gäste und mir die alkohol- bzw. malzbierbedingte Idee, am Jahresende zusammen drei Wochen durch Südamerika zu tingeln. Wenn nicht jetzt, wann dann? Heute weigere ich mich jedenfalls, das als Schnapsidee abzutun. Das Beste ist: Man müsste demnächst mit den Planungen beginnen. Und Urlaubsplanungen sind bekanntlich die schönste Nebensache der Welt.
Eingestellt von Patrick @ 20:32 0 Kommentare
Sonntag, 29. März 2009
Vorurteile
Fünf Tage München liegen hinter mir. Und ich muss sagen: Schöne Stadt. Da zerbröseln sie, meine Vorurteile gegenüber allem, was Bayerisch ist. Nagut, nicht ALLEM. Aber der Olympiapark mit Sicht auf die Berge und AC/DC-Fans vor der Halle, die schon um 12 Uhr mittags auf das Konzert am Abend warten, der Englische Garten, nette Kneipen und Cafés - das alles hat schon was. Vor allem, wenn man es von einer erfolgreich assimilierten Niedersachsin gezeigt bekommt, die aus dem selben Dorf kommt wie man selbst und die man seit etwa 20 Jahren kennt, aber seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Danke nochmals.
Habe da sogar einen bayerischen Film im Kino gesehen: "Der Architekt". Meine Empfehlung: Nur reingehen, wenn man gerade die Welt scheiße findet und sich danach nicht besser fühlen will.
Eingestellt von Patrick @ 19:10 1 Kommentare
Montag, 23. März 2009
Google belügt Frankfurt
Samstagabend war ich mit einer Freundin in einer Pizzeria verabredet. Auf dem Weg dorthin sah ich sie an der meiner Straßenbahn vorbei gehen und stieg aus, um den Rest des Weges mit ihr zusammen zu gehen. Sie war schon einigermaßen verzweifelt, dass wir immer noch nicht da waren, sagte immer wieder was von "Auf der Karte sah das so nah aus". Insgeheim fragte ich mich, was das für eine Karte war, denn auf meinem Stadtplan war eindeutig zu erkennen, dass wir am östlichen Arsch Frankfurts essen gehen wollten.
Als wir endlich da waren, warteten schon zwei ihrer Kolleginnen, die ebenfalls überrascht waren, soweit draußen gelandet zu sein. Nach und nach trudelten immer mehr Kolleginnen ein, und alle waren vom langen Marsch platt. Sie alle hatten bei Google Maps nach der Adresse geschaut. Und tatsächlich: Google lügt. 
Links die von Google angegebene Adresse, rechts im roten Kringel die echte. Was lernen wir daraus: Never trust Google. Use a Falkplan instead.
Ansonsten war der Abend eher mau. Ich gegen sieben CO2-Verschmutzungszertifikathändlerinnen aus sechs Nationen in einer Pizzeria, in der man sich anschreien musste, weil es so laut war - da war ich chancenlos. Hinterher in einem Club fraß der Kicker meine Münzen und die Musik ein Loch in mein Gehirn. Fazit: Weggehen in Frankfurt ist immer noch verbesserungsfähig.
Eingestellt von Patrick @ 00:04 0 Kommentare
Samstag, 21. März 2009
New World Order
Heute ist mein Ebay-Päckchen mit ca. 500 Trading Cards von "Illuminati - New World Order" angekommen. Jetzt sitze ich auf meinem Bett und wühle mich durch die Karten, die mich zu WG-Zeiten eine Menge Lebenszeit gekostet haben. Ein komplizierteres Spiel als "INWO" dürfte es kaum geben, das Regelwerk ist ein ganzes Buch. Aber was da gerade an nostalgischen Erinnerungen an stundenlange Sessions mit Sebi, Sven und Andi hochkommt, ist schon großartig. Schade, dass ihr alle keine Ahnung habt, wovon ich hier eigentlich rede. Und schade, dass ich keine Möglichkeit sehe, mal wieder eine Runde zu spielen.
Eingestellt von Patrick @ 10:05 0 Kommentare
Montag, 16. März 2009
Warum ich kein Wirtschaftsjournalist werden will
"Fannie Mae (NYSE: FNM) wird den Kapitalbetrag der folgenden Wertpapieremissionen am unten angegebenen Einlösungstermin zu einem Einlösungspreis einlösen, der 100 Prozent der eingelösten Kapitalsumme zzgl. von darauf bis zum Tag der Einlösung aufgelaufenen Zinsen entspricht"
(Meldung aus dem Agenturticker)
Und kann mir jetzt noch bitte jemand den Vorteil eines nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteten Aktienindex gegenüber einem preisgewichteten Index erklären? Bitte?!
Eingestellt von Patrick @ 14:07 0 Kommentare
Mittwoch, 11. März 2009
Das Gläserne Arschloch
In Frankfurt hat ein neues Shopping-Center eröffnet. Weil's architektonisch ... ich sag mal "ungewöhnlich" ist, feiern die Frankfurter das Ding natürlich sofort wieder als Beweis ihrer eigenen Göttlichkeit. Dabei hatte ich, als ich am Samstag zum ersten Mal davorstand, eine ganz andere Assoziation: Das Loch in der Mitte der Glasfront sieht aus wie ... ein Anus. Für mich ist der neue Shoppingtempel von nun an Das Gläserne Arschloch.
Eingestellt von Patrick @ 21:58 0 Kommentare
Sonntag, 8. März 2009
Lektion in Georgisch II
Die Georgier sind schon ein verrücktes Volk. Das durfte ich gestern in Frankenthal und Heidelberg feststellen, wo wir Freunde von Natalie besucht haben, die mir ihre Sprache näher bringen wollten. "Papa" zum Beispiel heißt auf Georgisch "Mama". Dafür heißt "Deda", verniedlicht "Dedi" (ausgesprochen so ähnlich wie "Daddy") so viel wie "Mutter". Und wenn ein Georgier "Papa" sagt, dann meint er Opa. Das einzige, was mich nicht durcheinander gebracht hat, was das georgische Wort für "Mädel": Es lautet "Gogo".
Was nach der Sprachschulung folgte, war ein hitzige, deutsch-georgische Debatte über nationale Identität, Krieg gegen Russland und wofür es sich zu sterben lohnt. Das Fazit meiner Lieblingsgeorgierin: Nationale Identität und Krieg gegen Russland gehören nicht zu den Dingen, für die es sich zu sterben lohnt. Leider waren die restlichen Georgier anderer Meinung.
Eingestellt von Patrick @ 12:35 0 Kommentare
Donnerstag, 5. März 2009
Zum Wegschmeißen
Wieder eine Premiere: ich war heute zum ersten Mal auf der CeBIT. Mehr als 4000 Aussteller, und ich glaube, ich habe alle gesehen, so viel bin ich rumgelaufen (die meiste Zeit orientierungslos). Etwas, das mich richtig begeistert, habe ich nicht gefunden. Ist halt in erster Linie eine Business-Messe. Dafür habe ich ein paar Schmuckstücke der Bedeutungslosigkeit entdeckt:
- Das Fraunhofer Institut für Obstologie hat eine Supermarktwaage entwickelt, die von alleine erkennt, welche Frucht man auf sie legt.
- Panasonic hat das Toughbook entwickelt, ein Notebook zum Wegschmeißen. Es hält Stürze aus bis zu 76 cm Höhe aus, was ziemlich genau einem durchschnittlichen IKEA-Schreibtisch entspricht. Aber wehe, es sind 77 cm!
- Die Hochschue für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim veranstaltet ein Akkuschrauberfahrzeugrennen. Tüftler müssen dafür Fahrzeuge bauen, die mit ein bis zwei Akkuschraubern angetrieben werden, lenkbar sind und auf denen mindestens eine Person fahren kann. Ist das das Elektroauto der Zukunft? ("Schatz, ich muss nochmal Einkaufen. Ich fahr mit dem Akkuschrauber...")
- In der Halle mit den Navigationsgeräten habe ich mir drei oder vier neue Geräte vorführen lassen. Kein einziges hat so funktioniert, wie es sollte.
- Best of Flanders ist keine Simpsons-Folge, sondern ein CeBIT-Werbespruch der belgischen Region Flandern. Wieder was gelernt. 
Eingestellt von Patrick @ 22:56 0 Kommentare
Dienstag, 3. März 2009
In der Kirche
Gestern war ich zum ersten Mal im neuen Haus der Rundschau - der "Kathedrale des Journalismus", wie der Big Boss sagt. Und was soll ich sagen - ich war beeindruckt. Sieht wirklich aus, als wären wir unglaublich fortschrittlich und cool und technophil. Das ungeübte Auge könnte tatsächlich auf die Täuschung hereinfallen. Am besten sind die vier ca. 4x3-Meter-Megaleinwände, auf denen TV und Internetseiten flimmern. Wie ein Ressortleiter während deines Gesprächs mit mir gedankenverloren sagte: "Immer wenn da auf den Bildschirmen was explodiert, bin ich abgelenkt." Gut, dass da nicht Batman läuft.
Eingestellt von Patrick @ 07:27 0 Kommentare
Freitag, 27. Februar 2009
Ende gut
Mein Gastspiel in Köln endet an diesem Wochenende schon wieder. Ich habe in den vergangenen vier Wochen festgestellt, dass
- ich immer noch sehr gerne hier leben würde
- ich aber immer noch kein Sportjournalist werden will
- ich gerne öfter zum FC gehen würde
- Köln-Kalk gar nicht so schlimm ist.
Eingestellt von Patrick @ 12:58 1 Kommentare
Mittwoch, 18. Februar 2009
Sechs Monate Vorfreude
Nachdem ich jetzt in eine gut sechsmonatige Phase der Vorfreude auf Griechenland eingetreten bin, habe ich auch beschlossen, mich nicht weiter um den so genannten besten Job der Welt zu bewerben. Wer aus sechs Sekunden Überlänge eines Bewerbungsvideos so ein Drama macht, hat mich nicht verdient. Ätsch.
Jetzt hab ich eh erstmal andere Sorgen. Ab morgen ist Karneval, und ich weiß nicht, wo ich mich verstecken soll. Für gute Vorschläge wäre ich dankbar. (Die dürfen übrigens auch aus Australien kommen, wo zwei mir bekannte Menschen herumstreunen, die offenbar zu faul zum Bloggen sind, was ich mehr als schade finde!).
Eingestellt von Patrick @ 15:28 2 Kommentare
Dienstag, 17. Februar 2009
Todheitsfall

Was ist das beste, was man bei dem Mistwetter machen kann? Richtig, den Sommerurlaub buchen. Hab ich gerade erledigt, in der Mittagspause. Im September fliegen wir auf die griechischen Inseln Santorin und Mykonos. Um mir nicht schutzlos vorwerfen lassen zu müssen, ich würde jetzt unter die Pauschalurlauber gehen, habe ich die Frau im Reisebüro so lange mit Extrawünschen genervt, bis etwas herauskam, was bezahlbar ist und trotzdem verdammt schön werden kann. Soll. Muss.
Die Dame hieß übrigens Frau Sommer, was ich als gutes Omen ansehe. Da macht es auch nichts, dass sie versucht hat, mir eine Rücktrittsversicherung anzudrehen, für - wie sie es ausdrückte - "den Krankheitsfall, den Ihnen ein Attest bescheinigt, oder für einen Todheitsfall in der Familie".
Ich werde wohl auf die Versicherung verzichten und hoffen, dass niemand einen plötzlichen Anfall von Todheit erleidet.
Eingestellt von Patrick @ 14:10 0 Kommentare
Sonntag, 15. Februar 2009
Erster!
Ich bin heute vormittag nach Frankfurt gefahren, hab meine Sportsachen gepackt und bin Handballspielen gegangen. Nach unserem 23:18-Arbeitssieg in Usingen und der heutigen Niederlage des bisherigen Tabellenführers stehen wir jetzt auf Platz eins und sind damit akut aufstiegsgefährdet.
Mittlerweile bin ich wieder in Köln. War'n anstrengender Tag, aber es hat sich gelohnt.
Eingestellt von Patrick @ 20:47 0 Kommentare
Mittwoch, 11. Februar 2009
Ironie
Im Time Magazine ist gerade ein Artikel gedruckt worden, in dem der Author dafür plädiert, Bezahlsysteme zu schaffen, mit denen Zeitungen Geld für ihre Online-Ausgaben einnehmen können. Seine Kernaussage: Online-Werbung allein reicht nicht, um eine Nachrichten-Webseite zu betreiben. Journalismus aber kostet Geld. Um Journalismus und vor allem die Zeitungen vor dem Aussterben zu bewahren, müssen die Leser, die zu Usern geworden sind, künftig (wieder) zahlen, um Artikel online lesen zu können. Solche Modelle gab es schon mal, sie sind größtenteils spektakulär gescheitert.
Die Ironie an der Geschichte: Der Artikel steht auch in der Internet-Ausgabe des Time Magazine, und zwar kostenlos.
Eingestellt von Patrick @ 19:40 0 Kommentare
Abgelehnt

Meine Bewerbung für den Traumjob in Australien wurde abgelehnt. Hätte nicht gedacht, dass die Aussies solche Korinthenkacker sind - mein Video ist gerade mal sechs Sekunden länger als erlaubt. Mal sehen, ob ich so viel Erbsenzählerei verzeihen kann und das Video nochmal in Kurzform aufnehme.
Eingestellt von Patrick @ 19:35 0 Kommentare
Dienstag, 10. Februar 2009
Should I stay or should I go
Gestern haben Rise Against das ausverkaufte Palladium gerockt. Ich fand den Auftritt eigentlich nur mittel-o.k., aber das überwiegend überaus junge Publikum sah das offenbar weniger kritisch. Die Kids waren vom ersten bis zum letzten Song überraschend textsicher und vor allem richtig laut. Hut ab.
Richtig, richtig mies war dann aber der Rückweg: 45 Minuten zu Fuß durch Kölns im Regen versinkenden Osten. Weil's schon auf Mitternacht zuging, fuhren weder Busse noch Bahnen in irgendwelchen zumutbaren Abständen, so dass ich mir aussuchen konnte, ob ich im Regen stehen oder im Regen gehen wollte. In Berlin wäre das nicht passiert. Wahrscheinlich nicht mal in Frankfurt.
Eingestellt von Patrick @ 06:49 0 Kommentare
Donnerstag, 5. Februar 2009
Ich hab's getan!
Vor einer Minute habe ich mein Bewerbungsvideo für den besten Job der Welt an das Tourismusamt von Queensland abgeschickt. Schließlich hatte ich das an dieser Stelle groß angekündigt. Jetzt ist mein Gewissen beruhigt.
Sollte das Video akzeptiert werden, wird der Link darauf demnächst hier erscheinen. Dann müsst ihr alle für mich voten. Sollte das Video nicht akzeptiert werden - zum Beispiel, weil es fünf Sekunden länger ist als erlaubt, oder weil es einfach scheiße ist - dann will ich den Job auch gar nicht, ätsch.
Eingestellt von Patrick @ 23:17 0 Kommentare
Dienstag, 3. Februar 2009
Schandtaten
So, wird Zeit für den ersten Beitrag aus der alten Heimat. Ich sitze im malerischen Kalk, in Andis Bude, die bis Ende des Monats meine Bleibe sein wird. Die Hospitanz bei sport.ard.de wird mich voraussichtlich nicht überfordern, so dass ich nun nach überstandener Grippe für alle Schandtaten bereit bin.
Die erste große Schandtat wird am Samstag die Fahrt nach Frankfurt, zum Spiel Eintracht - FC. Nur ich und etwa zehn Freunde, und um uns herum ein paar Hundert Eintracht-Fans im Block, die uns hassen. Das wird schöööön.
Montag geht's weiter mit Rise Against im Palladium, Dienstag wird in Lövenich gekickt - und irgendwann ist bestimmt auch Zeit für ... dich? Oder dich?
Eingestellt von Patrick @ 20:05 0 Kommentare
Dienstag, 27. Januar 2009
Norweger...
... sind eigentlich sympathische Menschen. Nur heute nicht. Hätten sie nicht eben sechs Sekunden vor Spielende und trotz Überzahl den Ball vertendelt, dann hätte Polen nicht eine Sekunde später das 31:30 gemacht und Deutschland stünde durch das Unentschieden doch noch im Halbfinale der Handball-WM. Zugegeben, bisschen viel Konjunktiv.
Jetzt glühe ich noch immer und weiß nicht, ob ich immer noch Fieber habe oder ob das noch die Aufregung ist. Wie soll man denn so gesund werden?!
Eingestellt von Patrick @ 21:02 0 Kommentare
Montag, 26. Januar 2009
Krank, verdammt
Am Freitag hätte ich es geschafft, das komplette erste Volo-Jahr ohne Krankheitstag hinter mich zu bringen. Aber jetzt scheint mir etwas Grippiges einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Naja, Künstlerpech. Andere haben größere Sorgen.
Mein Bewerbungsvideo für Australien ist noch nicht sehr weit fortgeschritten. Mein Windows Movie Maker schmiert ständig ab. Aber noch hab ich ja etwas Zeit.
Eingestellt von Patrick @ 18:30 0 Kommentare
Freitag, 16. Januar 2009
Ich bewerbe mich in Australien
... und zwar um den "besten Job der Welt". Wow, dies ist mein 100. Blogeintrag, und dann so ein bedeutsamer.
Hier ist der Deal: Das Tourismusamt von Queensland, Australien, sucht eine Person, die sechs Monate lang auf Hamilton Island im Great Barrier Reef lebt, es sich dort gut gehen lässt und darüber bloggt. Dafür gibt's freie Unterkunft in einer Luxusvilla und nochmal 78.000 Euro oben drauf. 
Ein Marketing-Geniestreich. Die Geschichte ging durch alle Medien in der Welt, die entsprechende Website für die Anmeldung brach unter der Last der Bewerber zusammen, und wenn der Blogger erstmal vor Ort ist, geht die Werbung weiter. Geile Idee, Hut ab.
Ich werde demnächst ein kleines Bewerbungsvideo drehen und mitmachen. Einfach, um mir nicht vorwerfen zu müssen, ich hätte eine Chance vertan. Außerdem bin ich ja wohl ein Top-Kandidat: Blogger seit Jahren, ehemaliger Reisejournalist, am Great Barrier Reef war ich auch schon mal und außerdem hab ich es verdient. Ihr dürft mich dann besuchen.
Eingestellt von Patrick @ 15:37 3 Kommentare
Montag, 12. Januar 2009
Dreistellige Telefonnummern
Am Mittwoch fahre ich in die absolute Einöde. Nicht, nicht die Lüneburger Heide, nicht der Westerwald, nicht die sibirische Tundra. Schlimmer. Ich fahre in ein 600-Seelen-Dorf im Neckar-Odenwald-Kreis, für eine Reportage. Die Dorfbewohner wollen ans DSL-Netz der Telekom angeschlossen werden. Für das Glasfaserkabel mussten ein 2,2 Kilometer langer Graben ausgehoben und Leerrohre verlegt werden. 200.000 Euro hätte es gekostet, wenn die Telekom das selbst gemacht hätte. Also haben die Dorfbewohner selber zum Spaten gegriffen und es für die Hälfte gemacht.
Ich lass mir das alles zeigen und erklären und habe dann 1,5 Tage Zeit, 230 Zeilen darüber zu schreiben. Find ich super. Das Problem: Das Dorf, in dem die Telefonnummern noch dreistellig sind (!), hat weder einen Bahnhof noch eine Bushaltestelle. Der Verlag wird sich über die Spesenabrechnung freuen, wenn ich mit dem Taxi vom Rand der Zivilisation in die Wildnis fahre - und hoffentlich zurück.
Eingestellt von Patrick @ 18:39 0 Kommentare
Mittwoch, 7. Januar 2009
Die beiden Kilimandscharos
- Bislang keine Antwort von blackchandelier. Schade eigentlich.
- Hab heute einen Anpfiff bekommen, weil ich eine Überschrift aus dem Printprodukt für Online umgedichtet habe. Die Zeitung ist daraufhin nur knapp um eine Klage herum gekommen. Nagut, zumindest um eine Gegendarstellung, was peinlich genug gewesen wäre. Grrr... Ich hasse es, wenn ich solche Fehler mache.
- Offenbar kauft DuMont den Berliner Verlag, zu dem die Berliner Zeitung, der Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost gehören. Ich ordne das mal unter "möglicherweise interessante Standorte für meine Zukunft" ein, mit Betonung auf "möglicherweise".
- Ich komme im Februar beim Andi im pittoresken Kalk unter, der freundlicherweise so lange auszieht. Dafür 1000 Dank. Ich hoffe, euch dann alle mal treffen zu können.
- Robert Basic versteigert Basicthinking, das derzeit erfolgreichste Blog Deutschlands, bei Ebay. Er will 10.000 bis 100.000 Euro dafür haben. Wenn er das schafft, mach ich das auch. Ich will ... bleiben wir bescheiden ... 2000 Euro. Für einen netten Urlaub.
- A propos: Die geplante Kilimandscharo-Besteigung fällt dieses Jahr aus. Ich könnte also was anderes machen. Sowas wie West-Australien vielleicht. Sandy, wo seid ihr im November?
(Mehr zum Thema Kilimandscharo)
Eingestellt von Patrick @ 17:55 1 Kommentare
Samstag, 3. Januar 2009
Gummidieb
Ich habe vor ein paar Tagen den Roman "The Gum Thief" von Douglas Coupland (Autor von "Generation X") gelesen. Darin nennt eine der Hauptfiguren ihre E-Mail-Adresse: blackchandelier@gmail.com.
Vermutlich bin ich nicht der erste, der auf diese blöde Idee gekommen ist, aber ich habe eben eine Mail an diese Adresse geschickt. Mal sehen, ob was zurück kommt.
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Donnerstag, 1. Januar 2009
Meine erste Finanzkrise
Frohes Neues! Ich hoffe, ihr hattet alle einen erträglichen oder sogar schönen Übergang ins neue Jahr. Und wenn nicht: Silvester ist eh total überbewertet.
A propos Werte: Finanziell gesehen wird 2009 nicht mein Jahr, jedenfalls nicht, wenn der gestrige Abend im Casino der Maßstab wird. Ich hatte eigentlich geplant, mit 50 Euro reinzugehen und mit genug Geld wieder rauszukommen, um Lukas Podolski für die Dienstagskicker in Lövenich kaufen zu können. Da hätte er sich nochmal in Ruhe entwickeln können, bevor wir ihn dann an den FC ausgeliehen hätten. Anfangs lief es auch ganz gut: aus 50 Euro wurden bis 23.40 Uhr immerhin 65 Euro. Dann kam überraschend das neue Jahr und innerhalb von 30 Minuten hatte ich null Euro. Meine erste Finanzkrise. In erster Linie tut mir das leid für den Lukas.
Ich selbst muss mein Glück im neuen Jahr wohl in anderen Bereichen suchen.
Gegangen sind wir übrigens, als Natalie einen so lauten und hartnäckigen Schluckauf bekommen hat, dass sich eine halbe Black-Jack-Tisch-Besatzung erschrocken zu uns umgedreht hat. Kurz nachdem wir zu Hause angekommen waren, muss es angefangen haben zu schneien. Heute vormittag jedenfalls ist der Westerwald neujahrsunschuldig weiß.
Eingestellt von Patrick @ 11:33 0 Kommentare
