Ich bin maßlos enttäuscht. Vom verlorenen Finale und der deutschen Mannschaft natürlich. Und überhaupt vom ganzen Tag. Dabei hatte das Wochenende so gut angefangen. Am Samstag diese wohl nicht ganz offizielle Party an der Südbrücke in Köln-Poll, UFOs am Himmel, Schokoplätzchen aus der DDR und große Pläne für den nächsten Tag.
Die Kölnarena sollte es sein. Wenn schon, denn schon. Also standen wir um 16 Uhr an der Arena, wo schon einige Tausend Kids warteten. Durch die erste Kontrolle sind alle durchgelassen worden, doch dann passierte einerseits nichts mehr: Alle Türen in die Halle blieben zu, ein Ordner sagte was von "viel zu wenig Personal". Andererseits tröpfelten von irgendwo immer mehr Menschen nach innen, bis es um kurz vor 18 Uhr plötzlich hieß, die Kölnarena sei voll und alle anderen müssten gehen. Skandalöse Organisation, und natürlich kein Wort davon in der Presse. A propos: Mein Presseausweis hätte mir auch nichts genützt. Ich wäre damit zwar reingekommen, aber Natalie nicht. Weil der Ordner so ein Arschloch überaus korrekt war.
Also sind wir in die Cocktailbar "La Bamba" auf der Moltkestraße gegangen, wo die Bedienung so überfordert war wie Christoph Metzelder auf dem Platz und die Stimmung so mies wie ... naja, wohl überall.
Gut, dass es vorbei ist.
Montag, 30. Juni 2008
Ganz mieser Tag
Eingestellt von Patrick @ 14:41 0 Kommentare
Dienstag, 24. Juni 2008
Hackerangriff auf Kaffeemaschinen
Es wäre der Super-GAU, der Größte Anzunehmende Unsinn: Der Branchendienst heise.de meldet, dass es australischen IT-Sicherheitsspezialisten gelungen ist, eine Kaffeemaschine zu hacken.
Ein spezielles, allerdings noch nicht im Handel erhältliches Modul sorgt dafür, dass Kaffeemaschinen ans Internet angeschlossen werden können. Sinn der Sache ist es, eine Wartung durch Servicetechniker aus der Ferne zu ermöglichen. Dieses Modul bzw. die dazugehörige Software, die auf dem angeschlossenen PC laufen muss, sei derart anfällig für Attacken, dass es Hackern möglich wäre, die Einstellung der Kaffeemaschine zu verändern und dafür zu sorgen, dass ungenießbare Brühe herauskommt.
Was kommt als nächstes? Elektrische Rasierer, die - virusverseucht - Haare ausspucken statt abzuschneiden? Gehackte Kühlschränke, die Lebensmittel verbrennen statt zu kühlen?
Eingestellt von Patrick @ 09:42 0 Kommentare
Sonntag, 22. Juni 2008
So, jetzt auch mit Überschrift
Eine Woche offline. Kaum zu glauben, wie leicht das war. Gut, wenn es nur zwei Internetcafés mit exorbitanten Preisen in Oberstdorf gibt, dann bleibt einem auch kaum etwas anderes übrig als Netzabstinenz. Aber wir hatten eh besseres zu tun: Regen-Wanderung zum Kanzelwandhaus (1520 Meter ü. N.N.,), Querung des Älpelesattels plus Extratour (ca. 1800 Meter), Gipfelsturm auf das Nebelhorn (2224 Meter). Das waren bis zu 24 km am Tag, steile Anstiege nahe an der Kotzgrenze, rutschige Abstiege nahe der Umkehrgrenze, vor allem wegen Schnee im Juni, und stundenlang waren keine menschlich erzeugten Geräusche zu hören. Ich fand's toll.


Am kommenden WE möchte ich gerne in Köln Europameister werden. Wer hat denn schon Public- oder sonstige Viewing-Pläne für's Finale?
Eingestellt von Patrick @ 18:56 0 Kommentare
Freitag, 13. Juni 2008
Offline, wie geht das nochmal?
Morgen ist Urlaub. Und ich hab ihn sowas von nötig. Die Wetteraussichten für das Allgäu sind zwar eher mies, aber ich freu mich trotzdem auf die Berge, die Luft, das Offline-Leben. Wenn ich zurück komme, habe ich vielleicht auch wieder genug Energie, hier öfter als einmal alle 10 Tage was reinzuschreiben.
Eingestellt von Patrick @ 11:59 0 Kommentare
Montag, 9. Juni 2008
Wunderlich
Einerseits bin ich meinem Mit-Volo Sebastian dankbar, dass er mich mitgenommen hat zum Deutschlandgucken, im Garten seines Kumpels, mit Beamer und Leinwand und Grill. War eine sehr nette Veranstaltung. Andererseits hätte er mir auch vorher sagen können, wer noch so da sein würde. Ich sag also Hallo, auch zu der Frau mit der dicken Kniebandage. "Hallo, ich bin Pia", sagt sie. Ich frage sie höflich, was sie gemacht hat. "Kreuzbandriss", sagt sie. Ich: "Ach was, wobei ist es passiert?" "Beim Fußballspielen", sagt sie. Ich: "Ach was, Scheiße." Irgendwo im Hinterkopf rattert was, irgendwas mit Frauen, Fußball, Frankfurt, Pia. Aber ich mache weiter mit Smalltalk und oute mich damit als komplett ahnungslos.
Zwei Minuten später raunt Sebastian mir zu, wie Pia mit Nachnamen heißt: Wunderlich. Weltmeisterin, dreifache Europameisterin, dreifache UEFA-Cup-Siegern, fünffache Deutsche Meisterin (der sechste Titel steht kurz bevor) und siebenfache Pokalsiegerin. Es gibt selbst in Frankfurt nicht viele Fußballerinnen, die noch erfolgreicher und bekannter sind als sie. Gut, dass sie nicht weiß, dass ich gelernter Sportjournalist bin.
Eingestellt von Patrick @ 08:07 3 Kommentare
Sonntag, 1. Juni 2008
Zufälle
Frankfurt hat 667.000 Einwohner. Und wer hat mich am Freitag in den Westerwald gekarrt? Eine junge Dame, die zwei Jahre im selben Haus gewohnt hat wie ich jetzt. Und die bei der PR-Agentur arbeitet, die "meinen" Treppenlauf organisiert hat. Und die immer nur 100 Meter von meiner Wohnung entfernt parkt, weil sie an der Konstablerwache in der City wohnt, wo es keine Parkplätze gibt. Belangloser, aber schöner Zufall.
Eingestellt von Patrick @ 22:23 0 Kommentare
