Freitag, 16. April 2010

Berlin, du kannst so schön hässlich sein [Update]

... singt Peter Fuchs, und ich gebe ihm Recht. Zumindest, wenn man nach Berlin kommt, um zur wichtigsten Bloggerkonferenz des Jahres zu gehen und stattdessen im Hotelzimmer sitzen bleibt, um zu arbeiten.

Und das kam so: Gestern war ich wirklich auf besagter Konferenz. Als erstes habe ich dort Amerikas wohl berühmtesten Blogger interviewt. Der Mann heißt Jeff Jarvis und ist Journalistik-Professor, Buchautor, Google-Prophet, bloggt über seinen Prostatakrebs und ist der Meinung, dass wir Deutschen komisch sind, weil wir Datenschutz wichtig finden, aber nackig in gemischten Saunas sitzen.

Danach ein Vortrag. Wikileaks stellt sich vor. Im Anschluss habe ich den deutschen Wikileaks-Aktivisten Daniel Schmitt interviewt, der eigentlich gar nicht Daniel Schmitt heißt, sich aber immer so nennt, um seine Informanten zu schützen. Dann war der Tag beendet.

Heute wollte ich wieder hin, um so bahnbrechende Vorträge zu hören wie "10 Gründe, warum das Internet scheiße ist" und noch ein paar ernsthaftere. Stattdessen ruft die Redaktion an und teilt mir mit, dass sie - entgegen erster Absprachen - so schnell wie möglich das Wikileaks-Interview braucht. Also saß ich stundenlang im Hotel fest und habe die 35 Minuten Interview vom Tonband aufs Papier gebracht. Und dann noch redigiert. Und dann nochmal redigiert, weil die Frankfurter in der ersten Version nicht alles verstanden haben. Und dann waren alle Vorträge und damit die ganze Konferenz vorbei. Irgendwie hat sich der Trip so nicht gelohnt. Ich hätte gestern Abend genauso gut wieder nach Hause fahren können.

Einziger Trost: Am Montag erscheint das Interview in epischer Länge in der Zeitung. Und ihr müsst es alle lesen, weil diese Wikileaks-Leute etwas so Großartiges machen, dass es schwer fällt, nicht aus Ehrfurcht vor so viel Idealismus in die Knie zu gehen.

... und auf vielzweifachen Wunsch kommt hier der Link zum Interview. Danke für euer Interesse.

Donnerstag, 8. April 2010

Pacman essen Erde auf

Einfach saugut gemacht:


Dienstag, 6. April 2010

Seemanslieder

Ich bin immer wieder überrascht, wenn jemand eine absolut wahnwitzige Idee in die Tat umsetzt. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, mit, sagen wir, 2000 Gleichgesinnten ein Kreuzfahrtschiff zu kapern und fünf Tage lang in der Karibik zu feiern, zusammen mit, sagen wir, 40 Bands, die, sagen wir, die ganze Zeit Heavy Metal spielen? ... Auf dem Schiff natürlich.

Tja, genau das wird passieren. 70.000 Tonnen Metal(l) heißt das Festival auf hoher See. Auf der Fahrt von Miami nach Mexiko spielen unter anderem Sodom, Moonspell und Obituary ihre Seemanslieder auf der Majesty of the Seas. Los geht's im Januar.

Der Dollarkurs ist günstig, also: Wer kommt mit? Außenkabine für vier Personen inkl. Verpflegung (ohne Bier) ab 933 Dollar pro Person. Ok, plus Flugkosten. Aber trotzdem: viel billiger ist Rock am Ring auch nicht. Aber in der Karibik ist das Wetter besser.