Montag, 14. September 2009

Elfmeter fuer die Natur




Pauschalurlaub ist gar nicht mal schlecht. Wieder was gelernt. Der Ausblick von der Hotelterasse ueber den Krater ist grandios. Santorin an sich auch. Eine Insel der Ausblicke. Man schaut auf die Caldera, von links, von rechts, von oben oder unten - und immer sieht's beeindruckend aus.

die Aussicht zum Frühstück - notdürftig zusammengeflicktes Panorama


Wenn uns doch mal nach Abenteuer ist, machen wir einfach das Gegenteil von dem, was uns der Reiseveranstaltervertreter empfiehlt: Kein Auto mieten, sondern mit einem Quad ueber die Insel knattern. Nicht auf die flache Seite der Insel fahren, um zu baden, sondern einen mittelabenteuerlichen Pfad an der Steilkueste hinunter wandern, um an einen verlassenen Steinstrand zu gelangen. Verlassen bis auf vier komische Kosovaren, die hier ein Haus bauen - mitten in die Steilwand, 20 Meter ueber dem Meeresspiegel, 100 Meter unter dem Rest der Insel. Erreichbar nur ueber eben diesen Pfad oder per Boot. Eine Wahnsinnsarbeit.

- Beweisfotos folgen -

Das groesste Abenteuer ist der Verkehr. Busse fahren irgendwann irgendwohin. Wenn sich vor der Abfahrt 80 Leute reingequetscht haben und dem Fahrer ploetzlich daemmert, dass 70 davon in die selbe Stadt wollen, schmeisst er die anderen 10 raus, damit er unterwegs nicht halten muss. Dann faehrt er telefonierend in die ersten Kurven, wobei er schon die ersten Mofas und Quads ueberholt.

Heute gehen wir segeln, auf dem kuemmerlichen Vulkanrest wandern und in Schwefel baden. Abends dann Sonnenuntergang vom Boot aus. Vielleicht klappt das besser als in der Sonnenuntergangskapitale Oia am Nordende der Insel, wo sich jeden Abend Hunderte Menschen wie in einem Stadion versammeln, alle Winkel besetzen und auf etwas Spektakulaeres warten. Man spuert, wie Spannung steigt wie vor dem Elfmeter - und erwartet irgendwie, dass die Menschen gleich anfangen, der Natur zu applaudieren. Ist zu dieser Jahreszeit aber schwierig, weil Wolken am Horizont zum Spielverderber werden. Trotzdem eine Szene fuer die griechischen Goetter.

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