Sonntag, 8. März 2009

Lektion in Georgisch II

Die Georgier sind schon ein verrücktes Volk. Das durfte ich gestern in Frankenthal und Heidelberg feststellen, wo wir Freunde von Natalie besucht haben, die mir ihre Sprache näher bringen wollten. "Papa" zum Beispiel heißt auf Georgisch "Mama". Dafür heißt "Deda", verniedlicht "Dedi" (ausgesprochen so ähnlich wie "Daddy") so viel wie "Mutter". Und wenn ein Georgier "Papa" sagt, dann meint er Opa. Das einzige, was mich nicht durcheinander gebracht hat, was das georgische Wort für "Mädel": Es lautet "Gogo".

Was nach der Sprachschulung folgte, war ein hitzige, deutsch-georgische Debatte über nationale Identität, Krieg gegen Russland und wofür es sich zu sterben lohnt. Das Fazit meiner Lieblingsgeorgierin: Nationale Identität und Krieg gegen Russland gehören nicht zu den Dingen, für die es sich zu sterben lohnt. Leider waren die restlichen Georgier anderer Meinung.

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