Vor einiger Zeit steckte ich in einer mentalen Sackgasse fest: Ich wusste nicht, was ich wollte. Ich habe immer irgendein ganz bestimmtes Ziel gehabt: Die Weltreise und das Volontariat waren die vom letzten Jahr. Das mit der Reise hat geklappt, das mit dem Volo nicht. Nur habe ich es dann lange nicht geschafft, ein neues Ziel zu formulieren. Bis mir ein Freund und Mentor riet, mir kleinere Ziele zu setzen.
Jetzt habe ich eines gefunden: Ich will einmal das Wort "reüssieren" in einem Zeitungsartikel schreiben. Denn ich lese es jede Woche mindestens einmal im SPIEGEL. Es muss ein wichtiges Wort für Journalisten sein. Vielleicht hat's mit der großen Karriere ja deshalb noch nicht geklappt, weil ich das Wort noch nie benutzt habe. Unter anderem, weil ich nicht genau wusste, was es eigentlich heißt, und ob man auch nur "üssieren" kann, weil "re" doch immer bedeutet, etwas rückgängig zu machen.
Heute habe ich endlich die Muße gefunden, das Wort nachzuschlagen. Es bedeutet "Erfolg haben". Kein Wunder, dass ich den noch nicht hatte.
Aber ich bin wohl nicht der einzige, der Probleme mit dem Wort hat. Oder habt ihr schon mal jemanden sagen gehört "Ich hab am Wochenende bei dieser scharfen Alten reüssiert"?
Freitag, 30. März 2007
Üssieren
Eingestellt von Patrick @ 11:26 1 Kommentare
Donnerstag, 15. März 2007
Roland Koch
Ich sammle jetzt Beschwerden. Beschwerden darüber, dass ich seit Wochen nix Neues mehr hierein geschrieben habe. Bislang habe ich - zwei. Sehr beeindruckend.
Aber ich hab auch nicht viel zu erzählen. Nicht, dass mein Leben öde wäre. Ganz im Gegenteil. Es ist gerade sogar ziemlich großartig. Es passiert nur nichts. Ich hab mich in Bonn für ein Volontariat beworben. Bei der Bundeszentrale für politische Einbildung. Klingt alles toll, und das Anforderungsprofil ist wie für mich geschrieben. Aber vermutlich bewerben sich auch noch 100 000 andere. Also abwarten. Außerdem versucht jemand, der mir wohl gesonnen ist, mich bei der Frankfurter Rundschau unterzubringen. Das ist einerseits sehr reizvoll, weil's die Rundschau ist. Aber es ist andererseits auch sehr brechreizvoll, weil's Frankfurt ist. Nennt mir drei gute Gründe, nach Frankfurt zu ziehen und ich nenne euch 10 gute Gründe, es nicht zu tun: Die Eintracht, Roland Koch, die Deutsche Bank, Hessisches Gebabbel, Roland Koch, ... und nochmal Roland Koch.
Jetzt fällt mir aber doch noch was ein: Ist jemand von euch bei Second Life angemeldet? Ich würde mir das gerne mal ansehen, aber ohne mich selbst anmelden zu müssen. Mir ist das First Life lieber.
Eingestellt von Patrick @ 23:30 1 Kommentare
