Es war der 15. Dezember, ein kalter, aber trockener Tag in Köln. In den Straßen drängelten sich Weihnachtsmarktbesucher, Touristen und rumänische Klaukids. Gegen 17 Uhr, die Sonne versank schon hinter den Glühweinständen, taten zwei der tausenden von Menschen in der Stadt etwas unerhörtes, nie dagewesenes. Sie besorgten sich Karten für eine Silvesterparty. Mehr als zwei Wochen vor dem Stichtag.
Dass so etwas nicht ungestraft bleiben konnte, war ihnen klar. Und das Schicksal ließ sich nicht lange bitten. Als sie einen Blick auf ihre Karten warfen, sprangen sie ihnen entgegen - die laufenden Nummern. 001 und 002. Sie waren die ersten. Niemand vor ihnen hatte sich die Blöße gegeben, schon zwei Wochen vor Silvester einen konkreten Plan zu fassen und die dazu nötigen Vorkehrungen zu treffen. Sie waren Nerds, so uncool wie eine frühzeitige Ejakulation. Peinlich berührt schlichen sie mit hochroten Köpfen nach Hause.
Ende.
Und die Moral von der Geschicht': Wir gehen zur Time to rock, time to shock-Silvesterparty ins Subway. Definitiv. Und wir suchen noch Mitläufer. Karten gibt's im Underdog am Hansaring, für 6,60 Euro pro Stück. Wenn ich ihr wäre, würde ich sie mir diese Woche holen. Und mir dann bescheid sagen, denn es würde mich freuen, möglichst viele von euch da zu treffen. Bislang dabei: Natalie, Mirek, Julia, Svenja + X (etwa Daniel?!), Sandra, Antje.
Montag, 17. Dezember 2007
Wie uncool
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Montag, 3. Dezember 2007
Gefühlter Kölner
So richtig schön ist es hier ja nicht. In der Stadt, meine ich. Ein Riesenhaufen Scheiße in der Bahnhofspassage, eine plattgefahrene Ratte auf dem Gehweg, der penetrante Uringeruch in der U-Bahn - Frankfurt hat ein Anzugträger-Viertel und drei Igitt-Viertel. Ich hätte gerne was dazwischen. Zwischen Köln-Lindenthal und Köln-Ehrenfeld liegt ja schließlich auch Köln-Braunsfeld als Puffer. Aber da kann man wohl nichts machen.
Ich habe mich nach neun Jahren tatsächlich als "Kölner" gefühlt. Gefühlter Kölner sozusagen. Wie aus mir jemals ein Gefühlter Frankfurter werden soll, ist mir schleierhaft.
Immerhin: Was die Skater hier so machen, stellt die Künste der Kölner Domplatten-Kids in den Schatten. Nachzusehen im Film Fahr doch, dessen Premiere meine Mitbewohnerin am vergangenen Wochenende organisiert hat. Das Ganze war auch ein Beweis für die Macht von Myspace: Der Film wurde nur im Internet beworben, und trotzdem standen am Samstag 200 oder 300 Leute vor dem winzigen Kino, das für den Abend angemietet worden war. Und die alle wollten Geld bezahlen, um den vollkommen handlungslosen und sinnfreien Skaterszenen-Streifen zu sehen. Darauf einen Frankfurter Applaus.
Eingestellt von Patrick @ 20:16 0 Kommentare
