Da hab ich mich wie Bolle gefreut, beim Klassentreffen die Super-Illu Stefanie wiederzusehen und hoch und heilig versprochen, den Kontakt nicht abreißen zu lassen - und zwei Wochen später musste ich zugeben, das genau das zu passieren droht. Also schrieb ich eine Antwort auf ihre letzte Mail, deren Betreff "Animation" lautete. Diese Antwort hatte dementsprechend den Betreff Re:Animation - und damit war der Kontakt reanimiert.
Das hat die gute Stefanie als "Orakel" bezeichnet und mich gebeten, an dieser Stelle mal darüber zu sinnieren, wohin uns Betreffzeilen noch führen könnten, ob sie schicksalhaft sind oder nicht.
Hier also meine Re:plik.
Die Vorstellung, dass eine E-Mail-Betreffzeile unser Leben beeinflusst, hat so ihre Tücken. Ist die Betreffzeile Gott? Oder ist sie im Gegenteil der freie Wille, manifestiert in ASCII-Zeichen?
Zur ersten These: Man müsste mal überprüfen, ob Atheisten überdurchschnittlich häufig E-Mails ohne Betreff verschicken. Wenn ja, haben wir damit praktisch schon einen halben Gottesbeweis.
Zur zweiten These machen wir ein einfaches Gedankenexperiment: Ich schreibe Stefanie eine Mail mit dem Betreff hbraten. Was sagt uns dann ihre Antwort Re:hbraten? - dass sie mich zum Essen einladen will?
Das halte ich für re:lativ unwahrscheinlich. Denn für eine Re:ise von Frankfurt nach Hamburg habe ich leider nur sehr selten Zeit, und das weiß sie auch.
Ich re:kapituliere: Wir könnten ja einfach mal telefonieren.
Dienstag, 23. Juni 2009
Gott wohnt in der Betreffzeile
Eingestellt von Patrick @ 15:14
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