Sonntag, 4. Juli 2010

So viele Fehler

Ok, jetzt mal im Ernst. Wie viele Fehler sind in diesem Satz versteckt: Arne Friedrich trifft zum 3:0 gegen Argentinien. Arne Friedrich trifft? Gegen Argentinien? Zum 3:0? Ich habe gestern Stunden gebraucht, um zu kapieren, dass das wirklich passiert ist. Ihr aber auch - ich habe unzählige SMS und Anrufe bekommen, von Leuten, die sich vergewissern wollten, dass dieses sensationelle Spiel kein Traum war.

Wenn wir ins Finale kommen, spiele ich mit dem Gedanken, nach Köln oder Bonn zu fahren und mit einigen von euch Zeuge zu werden, wie wir Weltmeister werden. Ich hab schon den passenden Zug zurück gefunden.

Schreibt mir mal in die Kommentare, wo ihr geguckt habt, wo ihr Mittwoch hingeht und wo ihr im Falle eines Falles Weltmeister werden wollt.

P.S. Ich war gestern noch beim Geburtstag eines Mannschaftskameraden irgendwo in der hessischen Provinz. Da gab es keinen funktionstüchtigen Fernseher, aber er meinte, er hätte eh gewusst, wie es ausgeht. Es war sein 40. Geburtstag: "Merkt ihr was? 40 = 4 - 0?"

Montag, 28. Juni 2010

Sonnenbrand in Schland

Festivals wie dieses hier sind theoretisch eine tolle Idee. Weniger toll sind sie, wenn die erste Mörderband, die um 10:40 Uhr in der Früh spielen soll, spontan gar nicht auftritt und man dreieinhalb Stunden übelstes Geballer (selbst für meine Verhältnisse) in der prallen Sonne durchstehen muss, bis wieder Musik kommt. Und an Schatten hat auch keiner gedacht. Konnte ja auch keiner ahnen, dass Ende Juni die Sonne scheinen würde. Jedenfalls habe ich noch nie so viele minderjährige Gesichtsmetallträger und sonnenverbrandte Tattoos gesehen wie am vergangenen Wochenende in Münster.

Leider gehört mein Rücken ebenfalls zu den böse Geröteten. Ich jammer nur nicht noch mehr darüber, weil's den armen Andi auf seiner Glatze noch einen Zacken schlimmer erwischt hat.

Und wer jetzt sagt, dass man sich ja einschmieren und einen Hut aufsetzen könnte, hat keine Ahnung von Rock'n'Roll!

Dienstag, 22. Juni 2010

Bruce Willis und ich

Ich weiß jetzt, wie Bruce Willis riecht. Er riecht nicht gut.

Bruce Willis hat eine eigene Pflegeserie, und die hat er am Samstag in Frankfurt vorgestellt. Leibhaftig. Der Kollege, der mir gegenüber sitzt, war da: Hier ist der Text zum Geruch.

Der Kollege hat ein Pröbchen mitgebracht - und ich musste es natürlich ausprobieren, auf einem Stück Papier. Es roch furchtbar. Wie sehr billiges Raiserwasser. Oder wie die Praktikantin es ausdrückte: "Riecht wie Opa!" ... wobei nicht ganz klar war, ob sie ihren eigenen Opa meinte und ob der noch lebt. Oder langsam gestorben ist.

Samstag, 5. Juni 2010

Bang, Bang - ein Ausflug in die Pophistorie

Eine der schöneren Ecken von Frankfurt ist Darmstadt. Da jedenfalls war ich gestern zusammen mit vier Kollegen, um Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung zu sehen und zu hören. Drei Stunden standen die auf der Bühne, und so viel Wahnsinn habe ich selten in so kurzer Zeit erlebt.

Das Programm hatte seine Längen, zugegeben. Der Mann ist nicht durchgängig so albern, wie seine Welthits Brandenburg und Dörte es andeuten. Aber halt immer mal wieder. So auch in den ersten fünf Minuten, als er Volkslieder von "Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde" über "Was ist grün und stinkt nach Fisch" bis "Du hast drei geile Löcher, aber eins davon quasselt mir zu viel" in ein unfassbares Medley gepackt hat.

Dazu über mehrere Songs hinweg die Beschreibung von Berlinern, die aufs Land ziehen wollen und der Bio-Bohème, die den Prenzlauer Berg unbewohnbar macht, einzeilige Lieder wie "Auch Anarchisten kämmen sich nachts heimlich die Haare", und zwischendrin solche Knallersongs:




Ganz am Schluss dann etwas, das diesem hier sehr, sehr ähnlich war:




Erfreulicherweise waren auch pophistorisch bewanderte Kollegen von mir dabei, die den Bang-Bang-Teil nicht nur als Teil des Kill-Bill-Soundtracks identifizierten, sondern mir auch noch sagen konnten, dass er im Original von Nacy Sinatra gesungen wird:




Laut Wikipedia ist das fast richtig. Der Song wurde zunächst von Cher gesungen, in den 60ern. Nancy Sinatra hat ihn dann kurz darauf gecovert. Aber Grebes Version rockt irgendwie am meisten.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Smart

Nachdem ich mich die ersten 28 oder 29 Jahre meines Lebens geweigert habe, mir ein Handy zuzulegen, habe ich den nächsten Entwicklungsschritt nun mit lediglich zwei Jahren Verspätung getan: Ich habe mir gestern eins von diesen neuen Smartphones gekauft - und den Abend damit verbracht, es wenigstens notdürftig zu konfigurieren.

Es kann natürlich fliegen und macht schon ganz passable Omeletts. Ich hab bloß noch nicht rausgefunden, wie man damit telefoniert. Wer mich also in den nächsten Tagen anruft, muss sich nicht wundern, wenn irgendwas unvorhergesehenes passiert. Die Nummer ist aber noch die alte. Theoretisch.

Mittelfristig setze ich darauf, dass dieses Gerät mein Gehirn ersetzt. Nach allem, was ich darüber gelesen habe, kann es das.