Manchmal muss man auch etwas Unwahrscheinlichem die Chance geben zu passieren.
Ich bin gestern nach Frankfurt gefahren, um mir ein WG-Zimmer anzusehen. 2,5 Stunden hin und 2,5 Stunden zurück, für ein einziges Zimmer. Alle anderen Angebote, die ich in den Tagen zuvor gesichtet hatte, waren entweder nicht mehr aktuell, auf polnisch verfasst oder mit Nebensätzen versehen wie "Waschmaschine und Internet sind nicht in der Wohnung, können aber in einem anderen Stadtteil mitbenutzt werden".
So stand ich dann am frühen Abend in der Wohnung von Andrea, im Stadteil Sachsenhausen. Das ist sowas wie das Deutz von Frankfurt. Was hier Schäl Sick heißt, ist dort "Dribb de Bach" (drüben vom Bach, also am südlichen Mainufer). Unzählige Bewerber gab es für die 18 qm im sanierten Altbau. Doch nach einer halben Stunde Gerede über Volontariate, Ausbeutung und Fidschi sagte Andrea: "Wenn dir das Zimmer gefällt, kannst du's haben."
Also werde ich ab Mitte August in der Mörfelder Landstraße 103 wohnen. Glück muss man haben. Und Schokolade, um zukünftige Mitbewohnerinnen zu bestechen.
Dann könnt ihr auch davon ausgehen, dass ich mein Blog wieder öfter nutzen werde, um mich auszuheulen, auszukotzen und aufzuregen. Oder um reinzuschreiben, dass 29,9 vielleicht wirklich ein gutes Alter ist, um nochmal was Neues zu wagen.
Freitag, 27. Juli 2007
Volontariate, Ausbeutung und Fidschi
Eingestellt von Patrick @ 16:02 0 Kommentare
Sonntag, 15. Juli 2007
(An-)Ruf aus Frankfurt
Ich versuch's mal kurz und sachlich: Am Freitag, den 13.7. habe ich ein Angebot von der Frankfurter Rundschau bekommen:
Ich soll drei Monate als Freier Mitarbeiter die dortige Online-Redaktion unterstützen. Wenn ich das zu ihrer Zufriedenheit hinbekomme, empfehlen sie mich für ein Anfang 2008 beginnendes Volontariat. Anfangen soll ich so schnell wie möglich. Deshalb plane ich, sofort nach meinem Urlaub, also schon Mitte August, an den Main zu ziehen. Allerdings soll und werde ich meine Bude in Köln vorerst behalten und am Wochenende auch hier sein, wenn ich nicht arbeiten muss. Denn ob ich nun Volontär werde oder nicht, entscheidet sich ja nicht sofort. Es wird also eventuell ein Abschied auf Raten. Aber der beinhaltet zumindest schon mal den Abschied von den Chaos-Kickern in Lövenich, vom Squashen in Dellbrück und allem anderen, was zwischen Montag und Freitagnachmittag anliegt.
Weiterdenken hieße, den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen. Deshalb nur so viel: Die Frankfurter geben mir eine Chance, die ich in Köln momentan nicht sehe. Ein Volo bei einer der fünf überregionalen Tageszeitungen in Deutschland wäre ein ausreichender Grund, Köln zumindest für zwei Jahren zu verlassen - auch wenn es mir "dat Kölsche Hätz" brechen würde.
Aber noch ist es nicht soweit. Vielleicht wird es ja auch nur ein kurzes Intermezzo, ein Pendeln zwischen Köln und Frankfurt für drei Monate, und dann eine reuige Rückkehr an den Rhein. Ein Intermezzomix sozusagen.
Für Tipps, was man in Frankfurt wo tun sollte und was nicht, wäre ich trotzdem schon mal dankbar. Alles weitere in Kürze...
Eingestellt von Patrick @ 20:28 2 Kommentare
Sonntag, 8. Juli 2007
Rheinkul-Tür
Tja, da hab ich wohl den Mund etwas zu voll genommen. Nix war's mit großer RaR-Fortsetzung bei der Rheinkultur. Jedenfalls hab ich keine Ringrocker getroffen. Manche sind gar nicht erst losgefahren, andere haben entnervt am Bonner Hauptbahnhof die Waffen gestreckt und sind umgekehrt. Gut, wenn man erst zwei Züge nach Bonn durchfahren lassen muss, weil nichts mehr geht, und dann in Bonn nach 20 Minuten Wartezeit eine U-Bahn erwischt, die nach ca. 175 Metern kaputt geht, so dass alle zurück müssen und das Spiel von vorne beginnt, dann kann man schon mal schwach werden. Schön, dass wenigstens die Polizei von einer "weitgehend entspannten Verkehrssituation" redet. Die müssen wohl in einer anderen Stadt gewesen sein.
Gegen 17 Uhr haben wir's dann doch noch auf's Festival-Gelände geschafft. Also Mirek, ich und Natalie. Fire In The Attic wollten eine "Wall of Love", bei zwei Parteien aufeinander zurennen und sich in der Mitte umarmen. Ein kleiner Hiphopper hat den Freestyle-Contest gewonnen, weil er mehr Reime der Sorte "deine Freundin, mein Genital" wusste als alle anderen und dem Ruf der Deutschen als Volk der Dichter und Denker damit alle Ehre gemacht hat. Die Monsters of Liedermaching waren, ebenso wie der darauf folgende Götz Widmann ganz wunderbar und haben in familiärer Atmosphäre über Selbstmord, Selbstliebe und Türen-Fetischismus (Mär-Türer, 'Türlich 'Türlich und Rheinkul-Tür) gesungen. Die Fanta 4 waren auch da, aber leiser als Sick Of It All, die zudem bessere Beinarbeit gezeigt haben als Klitschko in der Kölnarena.
Für den Rückweg haben wir übrigens nur 2,5 Stunden gebraucht.
Rocken wir dafür alle zusammen die Kölner Lichter am kommenden Samstag?
Eingestellt von Patrick @ 16:00 1 Kommentare
Sonntag, 1. Juli 2007
Rock am Ring vs. Rock im (Klettenberg-)Park
Jaja, Asche auf mein Haupt - ich war faul und sehr, sehr blogabstinent. Ich war zu sehr mit Rock'n'Roll beschäftigt (wer's glaubt...).
Erst Rock am Ring (im Folgenden RaR), am Samstag dann Rockparty im Klettenbergpark (im Folgenden RiP). Das selbe in Grün oder doch ernsthaft anders? Hier der Vergleich:
Die Rocker:
RaR: ca. 25 Menschen + 1 Delphin
RiP: fast identische Konstellation, nur ohne Delphin. 1 Öko-Punkt für RaR.
Die Drogen:
RaR: Alle sind blau, nur ich nicht. Trotzdem sehe ich auf den Bilder schlimmer aus als der Rest.
RiP: Alle sind blau, nur ich nicht. Trotzdem sehe ich auf den Bilder schlimmer aus als der Rest, mit Ausnahme von Clemens. Deshalb 1 Schönheits-Punkt für RiP.
Die Musik:
RaR: Guude Laune! Und: Die mit dem roten Halsband!
RiP: Absolut in Ordnung. 1 Pornopunkt für RaR.
Die Bilder:
RaR: 
RiP:
1000 Traumfrau-Punkte für Klettenberg.
Fazit: Knappe Entscheidung. Einigen wir uns auf Unentschieden. Und am Samstag geht's mit Rheinkultur in die nächste Runde...
Eingestellt von Patrick @ 20:11 2 Kommentare
Sonntag, 29. April 2007
BBQ in Poll
Grillen am Donnerstag auf den Poller Wiesen - wer nicht da war, ist selbst schuld. Ich hatte es euch gesagt...
(Im Uhrzeigersinn von unten rechts: Colby und Ian aus Kanada, Thorsten aus ... irgendwo hier..., Jurga aus Litauen, Andi aus Köln-Kalk. Auf dem Grill: Fleisch aus Schweinehüften. Also multinationales BBQ.)
Eingestellt von Patrick @ 22:08 0 Kommentare
