Freitag, 27. Juli 2007

Volontariate, Ausbeutung und Fidschi

Manchmal muss man auch etwas Unwahrscheinlichem die Chance geben zu passieren.

Ich bin gestern nach Frankfurt gefahren, um mir ein WG-Zimmer anzusehen. 2,5 Stunden hin und 2,5 Stunden zurück, für ein einziges Zimmer. Alle anderen Angebote, die ich in den Tagen zuvor gesichtet hatte, waren entweder nicht mehr aktuell, auf polnisch verfasst oder mit Nebensätzen versehen wie "Waschmaschine und Internet sind nicht in der Wohnung, können aber in einem anderen Stadtteil mitbenutzt werden".

So stand ich dann am frühen Abend in der Wohnung von Andrea, im Stadteil Sachsenhausen. Das ist sowas wie das Deutz von Frankfurt. Was hier Schäl Sick heißt, ist dort "Dribb de Bach" (drüben vom Bach, also am südlichen Mainufer). Unzählige Bewerber gab es für die 18 qm im sanierten Altbau. Doch nach einer halben Stunde Gerede über Volontariate, Ausbeutung und Fidschi sagte Andrea: "Wenn dir das Zimmer gefällt, kannst du's haben."

Also werde ich ab Mitte August in der Mörfelder Landstraße 103 wohnen. Glück muss man haben. Und Schokolade, um zukünftige Mitbewohnerinnen zu bestechen.

Dann könnt ihr auch davon ausgehen, dass ich mein Blog wieder öfter nutzen werde, um mich auszuheulen, auszukotzen und aufzuregen. Oder um reinzuschreiben, dass 29,9 vielleicht wirklich ein gutes Alter ist, um nochmal was Neues zu wagen.

Keine Kommentare: