Samstag, 8. November 2008

Wenn Frankfurter rocken

... sieht das, nun ja, unkonventionell aus. Im Cave, einem etwas in die Länge gezogenen Kellergewölbe mit DJ-Pult an einem Ende und einer kleinen Bühne am anderen, ließ gestern Abend offenbar der Club der geschlechtlich unentschlossenen Geisteskranken seinen Betriebsausflug ausklingen. Auf der Bühne stand stundenlang ein Typ mit Schnurrrbart und langen, lockigen Haaren und tat so, als würde er in sein mitgebrchtes, offenbar echtes Mikrofon singen. Dazu machte er verhaltene Rockstar-Bewegungen, was in seinem Gothic-Frauenkleid und den weißen Turnschuhen wirklich bemerkenswert aussah. Vor ihm am Bühnenrand saß ein glatzköpfiger Türsteher-Typ, autistisch-stumm nach vorne und hinten wackelnd, händchenhaltend mit einem Mittvierziger, der aussah wie der heroinsüchtige Zwillingsbruder des Sängerinnensängers.

Emmet, Kohlenstoffdioxidverschmutzungszertifikathändler aus London und Kollege von Sandra aus Köln, die auch schon mit beim Volbeat-Konzert war, zeigte sich begeistert: "Ich mag euch Deutsche, ihr seid so verrückt!"

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