Freitag, 29. Januar 2010

Loco hoch zwei



Gestern sind wir auf den aktiven Vulkan Pacaya gestiegen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es mit das Wahnsinnigste war, was ich je getan habe. Wir sind mit ca. 20 Leuten da hoch, und nach einer Weile standen wir direkt neben einem fliessenden Lavastrom. Die Hitze war unglaublich, manche haben Marshmellows reingehalten. Aber nicht nur, dass wir 2 Meter neben der Hunderte Grad heissen Lava standen, auch unter unseren Fuessen kochte es. Wer seinen Holzstock in eines der vielen Loecher im Boden hielt, hatte anschliessend eine brennende Fackel in der Hand. Der Boden war zudem instabil, und die erkalteten Lavasteine waren messerscharf. Unsere Sicherheitsausruestung: null.

Im Gegenteil, wir sind in der einsetzenden Abenddaemmerung wieder runter, und mehrfach hat jemand Steine losgetreten, die den Vorderleuten (z.B. mir) in die Beine gerollt sind, was boese Schnittwunden hinterlassen hat. Irgendwann war es so dunkel, dass man ohne Taschenlampe gar nichts mehr gesehen hat. Zu dem Zeitpunkt waren andere Gruppen sogar noch weiter oben.

In Europa waere so etwas unvorstellbar. Da gaebe es einen befestigten Pfad mit Gelaender sowie Helme, Lampen und Handschuhe fuer alle, Seile, Ersthelfer und einen Sicherheitsabstand zur Lava von 20 Metern.

1 Kommentar:

stew hat gesagt…

hehe, du mit dieser Sonnenbrille und dazu der Lavastrom. ich bin noch am überlegen, wer von euch beiden teuflischer wirkt *grins*