Montag, 7. Juli 2008

Embedded


Ich mag Flughäfen in der Morgendämmerung, wenn noch alles leer ist und die Flugzeuge noch in Laternenlicht getaucht werden. Wenn nur das mörderfrühe Aufstehen nicht wäre. Um es kurz zu machen: Ich war um 4.30 Uhr am Frankfurter Flughafen, um 10 Uhr Ortszeit in Heraklion auf Kreta, wo ich allerdings nicht mal die Treppe am Flieger verlassen konnte, und um 13 Uhr war ich zurück am Frankfurter Flughafen. Dazwischen durfte ich den Flugbegleitern in der Miniküche über die Schultern schauen und dem Piloten auch. Für einen 12-Jährigen wär's wahrscheinlich ein Traum gewesen: Im Cockpit umsehen und um einen herum lauter junge Frauen in Uniform. Dazu die Anstandsdame von der Fluggesellschaft, die aufgepasst hat, dass ich keine falschen Fragen stelle oder falsche Knöpfe in der Küche drücke. Sowas nennt man wohl "embedded journalism". Wie im Irak, nur ohne Bomben.

A propos bed: Ich hab Jetlag, ich muss jetzt schlafen.

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