... singt Peter Fuchs, und ich gebe ihm Recht. Zumindest, wenn man nach Berlin kommt, um zur wichtigsten Bloggerkonferenz des Jahres zu gehen und stattdessen im Hotelzimmer sitzen bleibt, um zu arbeiten.
Und das kam so: Gestern war ich wirklich auf besagter Konferenz. Als erstes habe ich dort Amerikas wohl berühmtesten Blogger interviewt. Der Mann heißt Jeff Jarvis und ist Journalistik-Professor, Buchautor, Google-Prophet, bloggt über seinen Prostatakrebs und ist der Meinung, dass wir Deutschen komisch sind, weil wir Datenschutz wichtig finden, aber nackig in gemischten Saunas sitzen.
Danach ein Vortrag. Wikileaks stellt sich vor. Im Anschluss habe ich den deutschen Wikileaks-Aktivisten Daniel Schmitt interviewt, der eigentlich gar nicht Daniel Schmitt heißt, sich aber immer so nennt, um seine Informanten zu schützen. Dann war der Tag beendet.
Heute wollte ich wieder hin, um so bahnbrechende Vorträge zu hören wie "10 Gründe, warum das Internet scheiße ist" und noch ein paar ernsthaftere. Stattdessen ruft die Redaktion an und teilt mir mit, dass sie - entgegen erster Absprachen - so schnell wie möglich das Wikileaks-Interview braucht. Also saß ich stundenlang im Hotel fest und habe die 35 Minuten Interview vom Tonband aufs Papier gebracht. Und dann noch redigiert. Und dann nochmal redigiert, weil die Frankfurter in der ersten Version nicht alles verstanden haben. Und dann waren alle Vorträge und damit die ganze Konferenz vorbei. Irgendwie hat sich der Trip so nicht gelohnt. Ich hätte gestern Abend genauso gut wieder nach Hause fahren können.
Einziger Trost: Am Montag erscheint das Interview in epischer Länge in der Zeitung. Und ihr müsst es alle lesen, weil diese Wikileaks-Leute etwas so Großartiges machen, dass es schwer fällt, nicht aus Ehrfurcht vor so viel Idealismus in die Knie zu gehen.
... und auf vielzweifachen Wunsch kommt hier der Link zum Interview. Danke für euer Interesse.
Freitag, 16. April 2010
Berlin, du kannst so schön hässlich sein [Update]
Eingestellt von Patrick @ 21:01 3 Kommentare
Donnerstag, 8. April 2010
Dienstag, 6. April 2010
Seemanslieder
Ich bin immer wieder überrascht, wenn jemand eine absolut wahnwitzige Idee in die Tat umsetzt. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, mit, sagen wir, 2000 Gleichgesinnten ein Kreuzfahrtschiff zu kapern und fünf Tage lang in der Karibik zu feiern, zusammen mit, sagen wir, 40 Bands, die, sagen wir, die ganze Zeit Heavy Metal spielen? ... Auf dem Schiff natürlich.
Tja, genau das wird passieren. 70.000 Tonnen Metal(l) heißt das Festival auf hoher See. Auf der Fahrt von Miami nach Mexiko spielen unter anderem Sodom, Moonspell und Obituary ihre Seemanslieder auf der Majesty of the Seas. Los geht's im Januar.
Der Dollarkurs ist günstig, also: Wer kommt mit? Außenkabine für vier Personen inkl. Verpflegung (ohne Bier) ab 933 Dollar pro Person. Ok, plus Flugkosten. Aber trotzdem: viel billiger ist Rock am Ring auch nicht. Aber in der Karibik ist das Wetter besser.
Eingestellt von Patrick @ 12:15 0 Kommentare
Samstag, 20. März 2010
Männer, die auf Ziegen starren

Teil 1: Die Ziege heißt Hennes VIII., ist eigentlich ein Geißbock und von Beruf FC-Maskottchen. Das Vieh haben wir gestern zuerst angestarrt, beim Männerabend in Frankfurt: Erst Fitnesstraining, dann rüber in den Irish Pub, zum Fußballgucken und Schnitzelessen. Hennes hat tatsächlich ein bisschen Glück gebracht, denn mit dem 1:1 im Derby gegen Gladbach müssen wir wohl zufrieden sein.
Teil 2: Der gleichnamige Film, in der Spätvorstellung. Sehr witzig, auch wenn die durchgedrehtesten Szenen fast alle schon im Trailer zu sehen waren. Kann man aber trotzdem guten Gewissens anstarr... anschauen - vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass große Teile des Films auf wahren Begebenheiten beruhen.
Eingestellt von Patrick @ 11:01 0 Kommentare
Donnerstag, 18. März 2010
Es gibt Witze...
... die nur in der geschriebenen Form funktionieren. Wie dieser hier, getwittert vom Science-Fiction-Autoren William Gibson ("Neuromancer"):
Eingestellt von Patrick @ 08:21 1 Kommentare
