Gestern sind wir auf den aktiven Vulkan Pacaya gestiegen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es mit das Wahnsinnigste war, was ich je getan habe. Wir sind mit ca. 20 Leuten da hoch, und nach einer Weile standen wir direkt neben einem fliessenden Lavastrom. Die Hitze war unglaublich, manche haben Marshmellows reingehalten. Aber nicht nur, dass wir 2 Meter neben der Hunderte Grad heissen Lava standen, auch unter unseren Fuessen kochte es. Wer seinen Holzstock in eines der vielen Loecher im Boden hielt, hatte anschliessend eine brennende Fackel in der Hand. Der Boden war zudem instabil, und die erkalteten Lavasteine waren messerscharf. Unsere Sicherheitsausruestung: null.
Im Gegenteil, wir sind in der einsetzenden Abenddaemmerung wieder runter, und mehrfach hat jemand Steine losgetreten, die den Vorderleuten (z.B. mir) in die Beine gerollt sind, was boese Schnittwunden hinterlassen hat. Irgendwann war es so dunkel, dass man ohne Taschenlampe gar nichts mehr gesehen hat. Zu dem Zeitpunkt waren andere Gruppen sogar noch weiter oben.
In Europa waere so etwas unvorstellbar. Da gaebe es einen befestigten Pfad mit Gelaender sowie Helme, Lampen und Handschuhe fuer alle, Seile, Ersthelfer und einen Sicherheitsabstand zur Lava von 20 Metern.
Freitag, 29. Januar 2010
Loco hoch zwei
Eingestellt von Patrick @ 16:02 1 Kommentare
Mittwoch, 27. Januar 2010
Leichen pflasterten seinen Weg
Ok, an dieser Tastatur sind die Satzzeichen verstellt. Ich schreibe einfach aus, was ich meine.
Das hier sehe ich, wenn ich morgens aus dem Fenster schaue Doppelpunkt
Das ist der Lago Atitlan in Guatemala. Ein Bergsee auf 1500 Metern Hoehe, eingerahmt von Vulkanen. Das Zimmer mit diesem Ausblick und den Haengematten im Garten kostet mich 8 Euro pro Nacht. Gut, eine riesige Spinne lebt auch irgendwo darin, aber fuer den Preis haetten sie uns auch einen Tiger ins Bad legen koennen.
Wir verlassen diesen wunderwunderschoenen Ort heute nachmittag wieder, aber das hier waren vielleicht die besten 2 Tage bislang. Der Ort San Pedro ist am Seeufer Gringoland mit unzaehligen netten Restaurants, weiter oben am Hang wohnen die Maya Bindestrich Nachfahren. Wir haben nette Gesellschaft aus Daenemark und Kanada, sind einen der Vulkane ein gutes Stueck hochgelaufen, fahren nachher Kajak etc. Alles in allem einer der tollsten Orte, an denen ich je war.
Vorher waren wir hier Doppelpunkt
Das sind die Ruinen von Palenque. Da sind wir mehr oder weniger hingeflogen, weil die Aussicht auf eine 13 Bindestrich stuendige Busfahrt ueber Mexikos Hochland uns eher abgeschreckt hat. Und tatsaechlich erzaehlen alle, die diese Tortour auf sich genommen haben, schlimme Geschichten von haarstraeubenden Ueberholmanoevern, kotzenden Sitznachbarn etc. Ausserdem sind die Strassen in Mexiko gesaeumt von Kreuzen fuer Menschen, die die Schluchten hinuntergestuerzt sind.
In Palenque jedenfalls wollten uns zehn Leute eine Fuehrung fuer irrsinnige Summen andrehen, obwohl einige von ihnen eindeutig das meiste von dem, was sie erzaehlen, einfach errfinden. Einer hat sogar behauptet, er habe schon Helmut Schmidt durch die Anlage gefuehrt. Er sprach sogar Deutsch, vielleicht war es also sogar wahr.
Ansonsten sind mir gerade alle Anekdoten entfallen, die kommen dann nach und nach.
Wir haben nun noch Antigua und die Besteigung des aktiven Vulkans Pacaya vor uns, danach gehts nach Tikal im Norden des Landes, und von dort rueber nach Belize.
Hasta luego.
Eingestellt von Patrick @ 14:37 0 Kommentare
Samstag, 23. Januar 2010
Zwei Sekunden
Nur kurz: Von Mexico City aus sind wir nach Oaxaca, soweit war ich letztes Mal schon, glaube ich. Danach ging es mit dem Bus 10 quaelende Stunden lang nach Puerto Escondido an die Pazifikkueste. Dort hatten wir ein superschoenes Hostel, einen beruehmten Surfer-Strand, witzige Leute aus England, Kanada und Holland, eine Strandparty mit ca. 25 Grad mitten in der Nacht und ausserdem hab ich fuer zwei Sekunden auf einem Surfbrett gestanden. Also im Wasser.
Um die Busfahrt nicht noch mit einem aehnlich schlimmen 13-Stunden-Trip nach San Cristobal de las Casas zu toppen, sind wir heute von Puerto Escondido nach Mexico City geflogen, und von dort aus weiter nach Villahermosa. Von hier gehts morgen frueh nach Palenque, Ruinen suchen. Und nachmittags dann nach San Cristobal, wieder mit dem Bus.
Das ganze Rumgereise bringt mich voellig durcheinander. Ich kriegs kaum auf die Kette, dass wir erst eine Woche unterwegs sind. Bald weiss ic nicht mehr, wo wir sind oder wann oder warum.
Eingestellt von Patrick @ 02:57 0 Kommentare
Montag, 18. Januar 2010
Ein kleiner gruener Kaktus...
... lag gestern auf meinem Teller. Ich habe ihn gegessen, weil die Ameiseneier zu teuer waren. Kaktus schmeckt wie eine Mischung aus Zucchini und saurer Gurke, also eher nicht so toll. Zum Glueck gab es noch andere Sachen.
Wir waren gestern, unserem einzigen vollen Tag in Mexico City, rund 50 km ausserhalb von Mexico City. In Teotihuacán, um genau zu sein, einer Ruinenstadt, wo wir auf die drittgroesste Pyramide der Welt geklettert sind.
Heute geht es weiter nach Oaxaca. Aber erstmal gibt es jetzt Pfannkuchenfruehstueck.
Einen leichten Sonnebrand habe ich uebrigens auch schon. Hier ist es einfach viel zu heiss.
Eingestellt von Patrick @ 14:07 0 Kommentare
Dienstag, 12. Januar 2010
Flux-Kompensator
Genialer Marketing-Gag - oder haben die Deutschen am Ende doch Humor? Bei Amazon gibt es ein ganz besonderes Schweizer Armeemesser zu kaufen. Ein nicht ganz ernst gemeintes Sammlerstück.
Nicht ganz ernst gemeint snd allerdings auch die mittlerweile über 100 Kundenbewertungen zum Artikel. Das Ganze wird sogar schon zum Medienthema.
Eingestellt von Patrick @ 20:55 0 Kommentare
