Dienstag, 31. August 2010

Pechvogel des Jahres

Ich erzähle euch jetzt eine unglaubliche, aber wahre Geschichte. Sie soll euch helfen, die Dinge locker zu sehen, wenn mal wieder etwas schiefgeht. Die Geschichte - und wirklich: nichts davon ist erfunden oder übertrieben - handelt von S., einem Freund von mir aus Frankfurt.

Vor zwei Wochen ist S. mit Freundin und Töchterchen umgezogen. Der Umzug lief gut. Abgesehen davon, dass seitdem die Videokamera von S. verschwunden ist, auf der die ersten Schritte seiner Kleinen und viele andere schöne Erinnerungen abgespeichert sind. Naja, und nach dem Einzug stellten sie fest, dass keine einzige TV-, Telefon- oder DSL-Buchse in der neuen Wohnung funktioniert. Das ist bis heute so.

Kurz darauf rief ein befreundetes Paar der beiden um Nachbarschaftshilfe. Sie wohnen gleich um die Ecke von S. Oder besser: wohnten. Das Haus hat Flöhe. So viele Flöhe, dass der Kammerjäger es jetzt geschätzte vier Wochen lang in Gift tauchen und danach wieder dekontaminieren muss. So lange lebt der Freund jetzt bei S., auch wenn das etwas unbequem ist.

Am Samstag waren S. und seine Freundin auf eine Hochzeit in Gießen eingeladen. Morgens sprang ihr Auto nicht an. Das kannten die beiden schon, also liehen sie sich das Auto einer Freundin. In Gießen angekommen, bemerkte die Freundin von S., dass sie das mühsam vorbereitete Hochzeitsgeschenk vergessen hatte. S. fuhr zurück, um es zu holen. Bis Frankfurt lief alles glatt.

Dann kam der Rückweg nach Gießen. Auf der Autobahn blieb S. plötzlich mit dem Auto liegen. Mitten auf einer Abfahrt auf die nächste Autobahn - dort, wo es keinen Seitenstreifen mehr gibt und im Sekundentakt Autos vorbeirasen, die diese Spur zum Abbiegen benutzen. S. sprang aus dem Wagen, zog die Signalweste über und bekam Panik, dass jemand in den Wagen krachen könnte. Er rief ADAC und Polizei, um die Stelle schnell sichern zu lassen. Während er wartete, ergoss sich ein Wolkenbruch über ihn und seinen Hochzeitsanzug.

Der ADAC reparierte den Wagen, und S. fuhr weiter. Nach ein paar Kilometern ging das Auto wieder aus. Wieder auf einer Abfahrt. Nach einer Weile kam zufällig ein ADAC-Abschleppwagen vorbei. S. wedelte mit den Armen, der Fahrer bemerkte ihn. Es gab ein paar Verhandlungen, dann schleppte der Mann das Auto zurück nach Frankfurt.

S. lieh sich ein anderes Auto. Kurz vor Gießen machte es komische Geräusche. Der Tank war leer. Mit den letzten Tropfen schaffte S. es bis zur Tankstelle. Dann fuhr er zur Hochzeit. Sechs Stunden, einen Wolkenbruch und drei Autopannen mit zwei Mal Abschleppen später als geplant.

Er hat mir das alles heute während unseres Trainings erzählt.

Eben klingelte mein Handy. Es war die Freundin von S. Sie erzählte mir, dass S. auf dem Heimweg vom Training nach Hause von einem Auto angefahren wurde. S. liegt jetzt im Krankenhaus, mit Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Montag, 23. August 2010

Ihr seid Datenschlampen!

Ich habe heute mal wieder eine Einladung zu Facebook bekommen. Von einer Person, die ich nicht kenne. Und unten drunter steht, wer mich vorher schon alles eingeladen hat und wen von euch ich kennen könnte, der auch bei Facebook ist. Und siehe da, es sind ziemlich viele. Ziemlich viele von euch, die es FB erlauben, euer Adressbuch auszulesen.

Jetzt mal ehrlich: Wie viele von euch haben das bewusst und absichtlich getan - und wer von euch weiß nicht mal, dass FB in eurem E-Mail-Account rumwühlt?

Und wenn wir schon Fragestunde veranstalten: Wer kann mir sagen, wer Thea Tralisch ist? Auch die ist bei FB, und immer wieder will mir FB weißmachen, dass ich sie kenne. Tue ich nicht - aber ich mag ihren Namen.

Mittwoch, 11. August 2010

Montag, 9. August 2010

Omen

Der Grund, warum ich hier so lange nichts mehr geschrieben habe, ist der übliche: Zu viel Arbeit, zu wenig Sonstiges. Wir haben den Internetauftritt der FR gerelauncht, wie es neudeutsch so schön heißt. Sehr viel Arbeit für eine hässliche, unübersichtliche neue Seite, die auch die User nicht mögen. Hat sich also total gelohnt. Trotzdem wollen unsere zahllosen Chefs uns für die ebenso zahllosen Überstunden belohnen und lassen 10 Karten für das U2-Konzert morgen Abend in Frankfurt springen. Die werden unter den interessierten Online-Mitarbeitern verlost.

Selbst wenn ich jetzt alle zusammenzähle, die irgendwie Interesse haben könnten (einige sind im Urlaub oder haben eh schon Tickets für schätzungsweise einen halben Monatslohn gekauft), dann komme ich auf ... elf oder zwölf. Das heißt, entweder gehe ich morgen für umsonst zu U2 - oder ich sehe mein phänomenales Los-Pech als sehr schlechtes Omen für irgendwas.

Aber dann kann ich mich wenigstens damit trösten, dass die Frankfurter Arena für einen Sound bekannt ist, der fast so schlecht ist wie die Fußballspiele, die dort ausgetragen werden.

Sonntag, 4. Juli 2010

So viele Fehler

Ok, jetzt mal im Ernst. Wie viele Fehler sind in diesem Satz versteckt: Arne Friedrich trifft zum 3:0 gegen Argentinien. Arne Friedrich trifft? Gegen Argentinien? Zum 3:0? Ich habe gestern Stunden gebraucht, um zu kapieren, dass das wirklich passiert ist. Ihr aber auch - ich habe unzählige SMS und Anrufe bekommen, von Leuten, die sich vergewissern wollten, dass dieses sensationelle Spiel kein Traum war.

Wenn wir ins Finale kommen, spiele ich mit dem Gedanken, nach Köln oder Bonn zu fahren und mit einigen von euch Zeuge zu werden, wie wir Weltmeister werden. Ich hab schon den passenden Zug zurück gefunden.

Schreibt mir mal in die Kommentare, wo ihr geguckt habt, wo ihr Mittwoch hingeht und wo ihr im Falle eines Falles Weltmeister werden wollt.

P.S. Ich war gestern noch beim Geburtstag eines Mannschaftskameraden irgendwo in der hessischen Provinz. Da gab es keinen funktionstüchtigen Fernseher, aber er meinte, er hätte eh gewusst, wie es ausgeht. Es war sein 40. Geburtstag: "Merkt ihr was? 40 = 4 - 0?"